Galopprennsport am Wochenende Das letzte Aufgalopp in Iffezheim

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Assenheimer ist mit Pferden aufgewachsen und hat früh mit dem Reiten angefangen. „Der Traum vom eigenen Pferd war immer da.“ Doch nach dem Referendariat fand er zunächst keinen Galoppclub der ihm gefiel. Vor drei Jahren gründete er deshalb seinen eigenen Verein. Mittlerweile sind die Turffreunde in ihrem vierten Rennjahr, Assenheimer hat den Vorsitz inne. „Galopprennen an sich ist ein Erlebnis ohne Ende. Und wenn man ein Pferd hat, steigt man noch viel tiefer in die Materie ein.“ Die Mitglieder kommen aus allen Branchen, aus dem Baugewerbe, der Gastronomie. „Was uns verbindet, ist natürlich die Affinität zum Galopprennsport.“

Das verbindet sie auch mit Dennis Schiergen. Schiergen ist schon für viele Besitzer geritten, darunter auch die Turf­freunde Baden. Er steht im Führring abseits der Rennbahn. Hier können sich die Zuschauer vor einem Rennen aus nächster Nähe ein Bild davon machen, in welcher Tagesform die Pferde auflaufen. Aber es liegt natürlich auch an den Jockeys. Schiergen hat in mehr als 1500 Rennen auf einem Pferd gesessen und mehr als 170 der Wettkämpfe gewonnen. „Das Wichtigste ist natürlich das Gewicht“, sagt der 21-Jährige. Er wiegt 63 Kilo. Im Rennen geht es dann vor allem darum, die Kräfte des Pferdes einzuteilen. „Da gibt der Trainer einem eine Anweisung, ob man lieber unter den ersten Pferden galoppiert oder das Pferd sich lieber etwas Zeit lässt und am Ende losspurtet. Da muss man als Jockey mit seinem Instinkt fühlen, was man am besten macht“, sagt Schiergen. „Nur wenn das Vertrauen stimmt, kann man gewinnen.“

Hier geht es zur Multimediareportage über das Rennen in Iffezheim.

Am Sonntag wird Dennis Schiergen ein letztes Mal in diesem Jahr im Führring stehen, Tim Assenheimer an der der Rennbahn stehen, Olivier Maugé seine Hutmode anbieten und Jutta Hofmeister wird in ihrem Büro auf das Geläuf blicken. Wenn die Vollblüter auf die Zielgerade zustürzen werden, wird es für einen Moment so aussehen, als würden die Tiere über den Rasen schweben. Nur das Donnern der Hufe und die Rasenfetzen in der Luft werden Betrachtern das Gegenteil beweisen.

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