Gastbeitrag von DBS-Präsident Beucher Inklusion ist im Sport schon Normalität

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Für diese Entscheidung haben wir kein Verständnis. Sie diskriminiert Menschen mit Behinderung. Einen solchen Nachweis müssen nicht die Athleten selbst bringen. Und bei so einer Untersuchung geht es nicht um die Person Markus Rehm, sondern um alle Sportler und Sportlerinnen mit Prothesen auch in anderen Disziplinen. Für uns ist deshalb klar: Der Leichtathletik-Weltverband muss diesen Beschluss rückgängig machen, sobald die Paralympics vorbei sind.

Es ist keinesfalls erwiesen, dass Rehm mit seiner Prothese angeblich einen „Vorteil“ hat. Eine Behinderung ist überhaupt niemals und für niemanden ein Vorteil, sondern ein Handicap. Ein Nachteil!

Dafür bräuchte es kein eigenes Gutachten, das weiß jeder Mensch.

Hier und da muss Inklusion noch erprobt werden

Nicht zuletzt geht es um das, was allgemein „Inklusion“ genannt wird, also um die gleiche und gemeinsame Teilhabe aller nicht behinderten und behinderten Menschen am Alltag. Mit der Inklusion sind wir im Sport schon weit. Sie ist bei uns Normalität. Gemeinsame Starts bei Wettbewerben müssen so lange zugelassen sein, bis eine fundierte wissenschaftliche Klärung vorliegt. Natürlich gibt es keine bei Vergleichbarkeit. Insofern muss getrennt gewertet werden.

Bei den Bundesjugendspielen und bei etlichen örtlichen Sportfesten ist Inklusion längst gelebte Wirklichkeit. Behinderte und nicht behinderte Sportlerinnen und Sportler treten gegeneinander an oder miteinander oder in gemischten Teams. Das ist vielerorts Normalität, hier und da muss sie aber noch erprobt werden und ist gewöhnungsbedürftig.

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