Top Air am Stuttgarter Flughafen Eines der besten Lokale der Stadt ist Geschichte

Stuttgart verliert eines seiner besten Restaurants: Marco Akuzun kehrt nicht wieder in die Küche des Top Air zurück. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Stuttgart verliert eines seiner besten Restaurants: Marco Akuzun kehrt nicht wieder in die Küche des Top Air zurück. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Corona schlägt in der Gastronomie mit voller Härte zu: Nun hat es eines der besten Restaurants von Stuttgart erwischt, das Sterne-Restaurant Top Air am Flughafen macht nach dem Lockdown nicht mehr auf.

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Stuttgart - Die schlechten Nachrichten aus der Gastronomiebranche nehmen zu: Jetzt teilte die Wöllhaf Gastroservice GmbH mit, die Restaurants auf der Ebene 4 des Stuttgarter Flughafens endgültig zu schließen. Das bedeutet: Red Baron und das Sternelokal Top Air sind Geschichte, auch der Burger King dort wurde von Wöllhaf betrieben.

„Die Entscheidung fiel uns sehr schwer“, sagt Chiara Wöllhaf, die im Oktober die Geschäfte von ihrem Vater und Firmengründer Claus Wöllhaf übernommen hat. Aber es gebe mittelfristig keine wirtschaftliche Perspektive für diese Lokale. Beide zählen zu den ältesten Eigenmarken der Firma, das Top Air war das einzige Restaurant an einem Flughafen mit Stern vom „Guide Michelin“ – und hielt diesen seit 28 Jahren ununterbrochen. Das veränderte Passagieraufkommen habe bereits in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang der Umsätze geführt, auf der Ebene 4 hat zudem der Buchladen geschlossen, was Laufkundschaft kostete.

Sternekoch Akuzun ist nun auf Jobsuche

Von den 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhielten 33 ein Angebot, innerhalb der Gruppe zu wechseln, immerhin betreibt die Wöllhaf GmbH auch in Zukunft noch acht Betriebe am Stuttgarter Flughafen.

Sternekoch Marco Akuzun gehört nicht zu diesen, was angesichts seiner kulinarischen Klasse nicht verwundert. „Das alles ist natürlich sehr schade“, sagt Akuzun. „Ich war nun zehn Jahre dort und habe im Top Air sogar geheiratet. Da muss man so etwas erst einmal verdauen.“ Was nun kommt, weiß er noch nicht, aber er mache sich bereits auf die Suche. „Ich würde schon gerne in der Region bleiben.“ Sternegastronomie müsse es nicht unbedingt sein, aber gehoben auf jeden Fall. Den Schritt des Unternehmens kann er nachvollziehen, über die Familie Wöllhaf gebe es nichts Schlechtes zu sagen.




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