Stuttgarter Innenstadt Mit Nori eröffnet die erste Handroll Bar in Stuttgart

Das neue Nori leitet Carolina Futterer, die Handrolls werden an der Bar direkt vor den Gästen zubereitet. Foto: Lichtgut / Ferdinando Iannone

Ein knuspriges Algenblatt gefüllt mit warmem Reis, Fisch, Krabben oder Gemüse: In den USA oder London sind Handrolls längst ein Trend. Nun gibt es sie auch in Stuttgart.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)

Ricardo Piëch wollte „etwas Neues nach Stuttgart bringen“: Nori heißt seine Bar bei der Calwer Passage, wie die knusprigen und gewürzten Algenblätter. Warmer Reis, roher Fisch und geröstetes Gemüse werden darin vor den Augen der Gäste eingewickelt.

 

Nach monatelangem Umbau eines Teils vom ehemaligen Gardeners Nosh am Rotebühlplatz und dem in Stuttgart üblichen langen Warten auf die Genehmigung startete er jetzt einen Probelauf bis Dienstag, 23. Dezember. Offiziell eröffnet wird das Lokal dann am Mittwoch, 7. Januar. In den Vereinigten Staaten hat der 33-Jährige das Konzept kennen gelernt, auch in London oder Zürich gibt es längst Handroll Bars. „Es ist Fast Food mit Frische kombiniert“, erklärt er.

Eine Handroll mit Thunfisch als Füllung Foto: Lichtgut / Ferdinando Iannone

Nori in Stuttgart – Moderne Ausrichtung von Sushi

Feedback von den Gästen will der Junggastronom während seines Christmas Specials sammeln. Drei Handrolls gefüllt mit Thunfisch, Krautsalat und Krabbenfleisch bietet er zum Einstiegspreis von zwölf Euro an. Dazu werden Drinks wie Sake Mule mit Limette und Ginger Beer oder ein Yuzu Spritz mit Crémant, Saft von der zitrusartigen Frucht und Holunder ausgeschenkt. Und weil bald Weihnachten ist, steht noch ein Glühsake auf der übersichtlichen Speisekarte. Bis Januar wird das Angebot ausgebaut auf zehn verschiedene Handrolls, drei Salate aus Gurke, Spinat und Kimchi sowie Matcha Custard als Nachtisch. Lieber weniger, dafür mehr Qualität lautet das Motto. „Das ist der Zeitgeist“, findet Ricardo Piëch. Die Menschen würden die japanische Küche und Sushi lieben. Er tischt die „moderne Ausrichtung“ davon auf, direkt auf die Hand.

Nori: Zentrale Lage bei der Calwer Passage

Japanisch schlicht ist auch das Nori eingerichtet: mit hellem Holz, beigen Natursteinen und schwarzen Barhockern. Vom Standort ist der gebürtige Stuttgarter begeistert – mitten in der Stadt neben der Walther Weinbar und gegenüber von der Bäckerei Zeit für Brot. Sein Vater hatte die Calwer Passage erworben, saniert, ausgebaut und an die Versicherungskammer verkauft. Gastronomie liegt dem Sohn insofern nahe, weil seine Eltern Ferdinand und Ariane Piëch vor fast 20 Jahren Feinkost Böhm übernahmen. Aktuell ist von 16 Uhr an geöffnet, im neuen Jahr dann von Mittwoch bis Sonntag vom Mittagstisch bis in den späten Abend hinein.

Den Betrieb leitet Carolina Futterer, die zwar Tourismusmanagement studiert, aber „ihr Herz“ an die Gastronomie verloren hat. Dass die Gäste dem Handroll-Maker zuschauen können, begeistert die 26-Jährige an dem Konzept – und die Mischung aus hipper Bar-Atmosphäre und einem Speisenangebot, das sich „von den vielen Sushi-Lokalen in Stuttgart“ abhebt.

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