Gastronomie in Esslingen Die Pop-up-Gastronomie im Merkel-Park geht in die Winterpause

Zog über den Sommer viele Gäste an: Die kleine Gastronomie im Merkel-Park. Foto: knk/Katalin Nikolina Kun

Einfach, aber bliebt: Das Fuenfbisneun belebte im Sommer den Merkel-Park. Doch jetzt neigt sich das Projekt – eine kleine Bar und verschiedene Musikveranstaltungen – dem Ende zu. Wie geht es weiter?

Chefredakteur: Johannes M. Fischer (jmf)

Kalte Getränke und dezente Musik im Hintergrund genießen — das ist im Fuenfbisneun noch bis zum 22. Oktober im Esslinger Merkelpark möglich. Die Pop-up-Gastronomie, die im Juli 2023 öffnete, geht dann in die Winterpause. Bis dahin bleibt der mobile Verkaufswagen auf der dem Neckar zugewandten Seite der Villa Merkel am Fuße des Wintergartens: hölzerne Sitzgelegenheiten mit Kissen, Liegestühle, ein Sandkasten – einfach, aber offenkundig passend, geöffnet von Donnerstag bis Sonntag nachmittags bis abends um 22 Uhr.

 

Die Stimmung ist heiter: Neben der Stammkundschaft, die die Betreiber von früheren Projekten her kennen, bleiben auch Gäste hängen, die im Merkelpark spazieren gehen. Sie alle bekommen hier etwas, was sie zuvor in diesem Park nicht angetroffen hatten: eine Gastronomie zum Verweilen, Trinken, Pizza essen. Manche Gäste bringen ihre Snacks selber mit und bestellen sich nur etwas zum Trinken. Für die Betreiber Michael Belthle und Leonhard Hell kein Problem. „Wir sind nicht so kommerziell ausgerichtet“, sagt Belthle und verweist auf die Vergangenheit des Fuenfbisneun im Lorch-Areal, wo es bis Dezember 2021 sein Domizil hatte. Auf dem Gelände des Jugendzentrums Komma gehörte es zum Programm des Lokals, Menschen ein Angebot zu machen, die nicht oder nicht viel konsumieren, sich aber treffen wollen.

Das Kulturamt erhofft sich mehr Aufmerksamkeit für die Merkel-Villa

Die Gäste kommen aus allen Altersgruppen: Menschen über 70 sind dort ebenso anzutreffen wie Familien mit Kindern, Menschen im mittleren Alter, Leute unter 40, paarweise, alleine und in Gruppen. Seit Juli gab es abends häufig Livemusik oder andere Veranstaltungen. Für die Stadt Esslingen, der das Gelände gehört, ist es ein Versuch, den Merkelpark und die Villa Merkel weiterzuentwickeln. Tatsächlich wirkt der Ort am Neckar mit Bar deutlich belebter als ohne.

Kulturamtsleiterin Alexa Heyder erhoffte sich mit dem neuen Angebot auch mehr Aufmerksamkeit für die Merkel-Villa, wo ebenfalls noch bis zum 22. Oktober eine Ausstellung läuft. „Die Projektgastronomie soll als Brücke ins Haus funktionieren“, sagte Heyder zur Eröffnung. „Wir wollen die Menschen, die sich draußen im Park aufhalten, zu Führungen und anderen Angeboten in der Merkel-Villa abholen.“

Und wie geht es weiter? Aus dem Kulturamt der Stadt kam am Montag ein klares Signal: „Aufgrund der guten Publikumsresonanz werden wir die Aktivitäten im Merkelpark auch im kommenden Jahr fortsetzen und das Sommerprogramm nach Möglichkeit noch intensivieren. Dabei soll der Park ein Spiel- und Begegnungsort sein, an dem bildende Kunst barrierefrei zugänglich und niederschwellig vermittelt wird.“ Dabei soll es auch wieder eine Gastronomie geben.

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