Vor Jahren gab es in Leinfelden das Lokal Flair, dann gaben die Betreiber es ab. Nun, Jahrzehnte später, wagen sie die Neuauflage unter leicht verändertem Namen.

Die Fenster sind von innen mit Folie verhangen. Unten lugen Stuhlbeine heraus. Immer wieder versuchen Passanten, einen Blick auf das zu erhaschen, was sich drinnen abspielt. Am Neuen Markt in Leinfelden, dort, wo neben der Stadtbücherei bis vor einigen Monaten noch ein italienisches Restaurant war, entsteht was Neues. An Montag, 20. Juni, wird nachmittags das Lokal Flair No. 2, ein Mix aus Frühstückscafé, Restaurant und Bar, eröffnen.

Das Flair ist in Leinfelden nicht unbekannt

Der Name Flair ist in Leinfelden vielen geläufig, und auch der Standort könnte beim einen oder anderen Erinnerungen wecken. Bereits vor 30 Jahren, im Jahr 1992, hat die Familie Fischer das Flair am Neuen Markt eröffnet und bis ins Jahr 2003 geführt, erklärt Robin Fischer (25), der „Junior“, wie er sich selbst vorstellt. „Das Flair war bekannt“, sagt er. Danach wurde untervermietet, immer noch unter dem bewährten Namen, ab 2008 wechselte der Betreiber schließlich mehrfach. Nun also die Neuauflage als Flair No. 2, also Nummer zwei. „No. 2 soll sagen: Wir sind wieder da mit neuem Look“, sagt Robin Fischer.

Die Familie Fischer kennt man in der Stadt. Sie führt bereits zwei Restaurants, das Paulaner am Kirchplatz und das Fischers, beide in Echterdingen. Warum die Rückkehr an den Neuen Markt? Der Ort habe viel Potenzial, etwa durch die große Terrasse, die Platz für bis zu 100 Gäste biete, sagt Simon Dehmer (25), der zukünftige Geschäftsführer. „Nach der Pandemie wollen wir sagen: Es geht weiter“, fügt er hinzu. Robin Fischer nickt. „Eine Bar belebt den Platz“, sagt er.

Die Speisekarte ist international

Im Lokal sollen die Besucher sowohl frühstücken als auch zu Mittag essen und dinieren können. Die Speisekarte ist betont international mit vielen kleinen Häppchen, durch die man sich snacken kann. Auch als Ort, wo man sich abends auf einen Drink treffen kann, möchte das Flair No. 2 wahrgenommen werden. „Die Hälfte des Raumes ist die Bar“, sagt Robin Fischer und zeigt in die Gaststätte, wo an der großen Theke etliche Barhocker, bezogen mit dunkelgrünem Samt, stehen. Tatsächlich wurde drinnen alles neu gemacht: viele Farbakzente gemischt mit Messing und Schwarz, moderne Möbel, die Bar zentral im Speiseraum. Robin Fischer spricht von hohen Investitionen in das Lokal, das in einem städtischen Gebäude sitzt, die Summe nennt er indes nicht.

Künftig soll das Flair No. 2 dienstags bis sonntags sowie feiertags offen sein. Dass die Eröffnung trotzdem gerade an einem Montag ist, hat einen bestimmten Grund. „Die Leute, die uns geholfen haben, sollen auch etwas davon haben“, erklärt Simon Dehmer. Sprich: Auch die Kollegen aus den beiden anderen Lokalen sollen an ihrem Ruhetag vorbeischauen können. Ein Ort für jedermann, das ist den beiden jungen Männern wichtig. Robin Fischer betont: „Wir wollen jede Altersgruppe ansprechen.“

Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.flairno2.de