Gastronomie in Leonberg Ab Januar gibt es auch einen Mittagstisch

Bistro Paselino mit Aussicht auf das Hallenbad: Im Leonberger Sportzentrum ist Patrick Seifert der neue Pächter. Foto: Jürgen Bach

Der Wiernsheimer Patrick Seifert ist der neue Pächter im Bistro des Leonberger Sportzentrums. Pizza, Salate und andere kleinere Gerichte stehen auf der Karte.

Schon länger hat er ein Auge auf das Bistro im Leonberger Sportzentrum oder gar auf die Gastronomie im Leobad geworfen. In diesem Jahr hat Patrick Seifert den Pachtvertrag mit der Stadt Leonberg abgeschlossen. Zumindest für das Sportzentrum. „Ich bin richtig happy darüber, dass es endlich geklappt hat“, sagt der 43-Jährige, der seine ersten Lebensjahre in Gebersheim verbracht hat, mit den Eltern dann nach Friolzheim zog und jetzt mit seiner Frau und den vier Kindern in Wiernsheim lebt.

 

Gin-Bar soll aufs Frühlingsfest

Dort im Enzkreis ist er auch seit dem Jahr 2016 Pächter des Paselino, einer Event-Gastronomie inklusive eines Kinderparadieses. Und weil der Geschäftsmann nur so vor Ideen sprudelt, wundert es nicht, dass er seit diesem Jahr einen Weltrekord hält und damit im Guinnessbuch der Rekorde vermerkt ist. Patrick Seifert hat im Paselino das größte, ständige Gin-Sortiment im Ausschank. Damit das auch über die Gemeinde Wiernsheim hinaus möglichst viele Menschen erfahren, hat er bereits den nächsten Plan. „Mit meiner Gin-Bar würde ich gerne in einem Zelt auf dem Stuttgarter Frühlingsfest und auch auf dem Cannstatter Wasen vertreten sein, Gespräche laufen bereits“, sagt der geschäftstüchtige Seifert.

Das Bistro ist gut angelaufen

Seit Oktober nun ist er mit dem Paselino im Leonberger Hallenbad-Bistro. Neue Stühle und die Weihnachtsdekoration machen den eher kargen Bereich gemütlicher. Von der Stadt hat er die Erlaubnis bekommen, den Sitzbereich zu erweitern. „Es ist richtig gut angelaufen“, freut sich der Wiernsheimer. Das kann auch Sebastian Küster, der Pressesprecher der Stadt Leonberg, bestätigen. „Bisher erhielten die Stadt und das Personal im Hallenbad ausschließlich positive Rückmeldungen.“

Im Rahmen der Sanierung des Hallenbades vor einigen Jahren wurde das Bistro komplett neu gestaltet und 2014 eröffnet. Seit mehreren Jahren ist in der Küche auch ein leistungsstarker Abzug vorhanden, sodass es keine Geruchsentwicklung mehr gibt. Während der Corona-Einschränkungen war das Bistro zeitweise geschlossen. Der vorherige Pächter war bis Ende April 2023 tätig.

Gute Bedingungen durch den Sportbetrieb

Selbst gemachte Pizza, verschiedene Salate und andere kleinere Gerichte und Snacks stehen auf der Speisekarte. Schwäbische Tapas sollen auch ins Programm. „Das wird alles gerade mit unserem Chefkoch entwickelt. Wichtig ist uns dabei, keine Fertigprodukte anzubieten“, sagt Seifert, der mit dem Mönsheimer Lars Gotthard einen Geschäftspartner mit im Boot hat. Nach Bedarf wird er auch selbst gemachte Kuchen anbieten. Ab Januar 2024 soll es im Bistro Paselino auch einen Mittagstisch mit einfacheren Gerichten geben. „Wir haben in Leonberg richtig gute Bedingungen, allein schon durch die Vereine, die hier regelmäßig im Sportzentrum und im Hallenbad sind, und auch durch die Saunabesucher“, sagt Seifert, der früher selbst Fußball gespielt hat. Er kann sich auch gut vorstellen, das Bistro im Sommer zu betreiben, Musikevents oder andere Veranstaltungen zu organisieren. Und als ehemaliger Gebersheimer weiß er auch um die Bedeutung des Pferdemarktes im Februar. „Da sind wir mit einem Crêpes-Stand vertreten.“

Im Laufe der vergangenen Jahre hat Patrick Seifert mit seiner Event-Gastronomie mehrere Firmen gegründet und beschäftigt insgesamt etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter sind sowohl Fest- als auch geringfügig Angestellte. Am vergangenen Wochenende eröffnete er zudem in der Wimsheimer TSV-Gaststätte das „Stüble“ mit klassischer deutscher und schwäbischer Küche. „Durch unsere Möglichkeiten können wir den Schichtplan für unsere Mitarbeiter flexibler gestalten“, sagt Patrick Seifert. Über Personalmangel wie viele andere Kollegen in der Gastronomie könne er daher nicht klagen.

Mit der Wiernsheimer Event-Gastronomie hat er in diesem Jahr das Catering bei der deutschen Grillmeisterschaft auf der Stuttgarter Messe gewuppt. Und das kurzfristig, weil der ursprüngliche Caterer plötzlich abgesprungen war. „Das haben wir an scheinend so gut gemacht, dass wir im nächsten Jahr auch für die Grill-Weltmeisterschaft gebucht wurden“, freut sich Patrick Seifert über die gute Resonanz.

Von Haus aus ist Seifert kein Gastronom, er betreibt die Lokalitäten – auch das Bistro im Mönsheimer Freibad ist im Sommer in seiner Hand – nebenberuflich. Angestellt ist er in einem großen IT-Unternehmen als Projektmanager, arbeitet viel von zu Hause. „Das alles bedarf natürlich eines guten Zeitmanagements“, meint er. Seine Frau und die älteren Kinder sind auch in das Unternehmen involviert. Gelernt hat Seifert ursprünglich den Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten bei einer Krankenkasse, studierte dann Betriebswirtschaftslehre und nebenbei Informatik. „Aus einem Projekt heraus wurde ich von der IT-Firma abgeworben, sie ist auch informiert, was ich sonst so mache“, sagt er. Verliert man da nicht irgendwann den Überblick? „Ich liebe das, was ich tue, ich empfinde das alles nicht als Arbeit“, sagt Patrick Seifert. Die nächsten Projekte hat er bereits im Blick.

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