Gastronomie in Stuttgart Fritz Kuhn will Heizpilze vorübergehend zulassen

Von red/dpa/lsw 

Die Nutzung von Heizpilzen ist derzeit in der Stuttgarter Innenstadt verboten. Nun will Oberbürgermeister Fritz Kuhn die Heizstrahler im Herbst und Winter vorübergehend erlauben.

Aus Umweltschutzgründen ist die Nutzung von Heizpilzen aktuell in der Stuttgarter Innenstadt verboten. Foto: dpa/Daniel Karmann
Aus Umweltschutzgründen ist die Nutzung von Heizpilzen aktuell in der Stuttgarter Innenstadt verboten. Foto: dpa/Daniel Karmann

Stuttgart - Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn will den Gastwirten in der Corona-Pandemie entgegenkommen und die Nutzung von Heizpilzen im Herbst und Winter vorübergehend auch in der Innenstadt erlauben lassen.

Der Grünen-Politiker beauftragte nach Stadtangaben vom Dienstag das zuständige Referat, für die nächste Sitzung des Gemeinderats am 24. September eine Beschlussvorlage zur befristeten Aussetzung des Verbots von Heizstrahlern in diesem Bereich vorzulegen. Aus Umweltschutzgründen ist die Nutzung von Heizpilzen aktuell nicht nur in der Stuttgarter Innenstadt, sondern bundesweit auch an vielen anderen Orten verboten.

Die Ausnahmeregelung soll nach Kuhns Vorstellung bis April 2021 gelten, anschließend solle das Verbot wieder in Kraft treten. Um die Pläne umsetzen zu können, benötigt der OB nach Angaben eines Stadtsprechers eine einfache Mehrheit im Gemeinderat.

Angewiesen auf Außengastronomie

Kuhn argumentierte, die Aussetzung des Verbots wäre eine Entscheidung zugunsten der Gastronomie und keine gegen den Klimaschutz. „Es ist wichtig, unsere Gastronomen, die unter Corona sehr zu leiden haben, jetzt zu unterstützen und ihnen auf diese Weise eine Brücke in die kältere Jahreszeit zu bauen.“ Kuhn plädierte für den Einsatz von mit Ökostrom betriebenen Heizstrahlern, auf klimaschädliche gasbetriebene Heizpilze solle möglichst auch weiter verzichtet werden.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hatte zuletzt an die Kommunen appelliert, Heizpilze zumindest für ein Jahr ausnahmsweise für Gastronomen zuzulassen. Zuvor hatten sich Branchenvertreter für eine solche Aussetzung des Verbots starkgemacht und dies damit begründet, dass Gastwirte wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation darauf angewiesen seien, die Außengastronomie so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.




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