Gastronomie in Stuttgart Neue Ramen Bar in der City

In der Küche und im Service: Yujiro Egashira und Miki Fujisawa Foto: StZ/Ring
In der Küche und im Service: Yujiro Egashira und Miki Fujisawa Foto: StZ/Ring

An der Eberhardstraße hat vor Kurzem die Umami Japanese Ramen Bar eröffnet. Auch für zu Hause können die asiatischen Suppen eine wohltuende Abwechslung im Lockdown sein.

Lokales: Matthias Ring (mri)

Stuttgart - Und es gibt sie doch: gastronomische Neueröffnungen im Lockdown. Nach einem halben Jahr Stillstand werden in der Eberhardstraße 47 wieder Ramen verkauft – jene japanische Spezialitäten, deren Name sowohl für die Suppen als auch die darin schwimmenden Nudeln steht. Ramen 8 hieß die Location an dieser Stelle zuletzt, deren Betreiber sich aber inzwischen auf ihren Standort in Freiburg konzentrieren. Nun heißt es bei der Umami Japanese Ramen Bar: neuer Name, neue Chefs – die einen Teil der Angestellten übernommen haben. Und ein neuer Look gehört auch dazu. Unter der Decke schweben Holzbalken, die die Länge des schmalen Raumes betonen. Der Mix aus Tradition und Moderne wird durch neonleuchtende Figuren an der einen und Kalligrafien an der anderen Wand symbolisiert.

Ursprünglich aus China kommend sind Ramen ein weltweiter Trend

Das Ramen-Bar-Konzept wolle man eigentlich auch in weiteren Städten etablieren, sagt Li Zheng, der mit seiner Schwester und einem japanischen Team das Umami gegründet hat. „Aber die Coronakrise ist für alle eine große Herausforderung, und Ramen sind eigentlich auch kein To-go-Gericht“, so der Betreiber, der selbst kein Japaner ist, sondern aus einer chinesischen Gastronomenfamilie stammt. Auch Ramen kommen ursprünglich aus China, wurden im 19. Jahrhundert in Japan variiert und haben über den Weg nach Amerika vor einigen Jahren als Trend auch Deutschland erreicht.

Eine japanische Nudelmaschine ist im Einsatz

Im Unterschied zu den japanischen Restaurants in Stuttgart ist das Umami tatsächlich mehr eine Bar, in der man auf die Schnelle eine Suppe schlürft, ähnlich wie in den tausenden Adressen Tokios. „Fast Food sind Ramen aber nicht, denn es steckt viel Arbeit drin“, sagt Li Zheng. Und das verlangt dann auch seinen Preis: Zwischen 12,90 und 14,90 Euro kosten die Varianten, aber für die Brühe einer klassischen Tonkotsu Ramen werden zwölf Stunden lang Schweineknochen ausgekocht. In einem hinteren Teil der Küche dampft ein großer Kessel vor sich hin, daneben steht eine japanische Nudelmaschine, denn auch die Ramen auf Basis von Bioweizenmehl sind hausgemacht. Toppings für die Tonkotsu sind gegrillte Schweinebauchscheiben, eingelegter Ingwer, Kikurage-Pilze, Frühlingszwiebeln, Nori-Blätter sowie ein wachsweich gekochtes und mariniertes Ei.

Natürlich gibt es im Umami auch vegetarische Varianten sowie ein paar Rice Bowls und Kleinigkeiten vorneweg wie Edamame, gebratene Teigtaschen und gegrillte Hähnchenspieße. Auch das Getränkeangebot ist authentisch und bietet neben Tee mit geröstetem Reis japanisches Bier und eine Auswahl an Sake und Whisky. Wenn eines Tages Normalbetrieb mit voller Auslastung möglich ist, finden drinnen 35 Gäste Platz. Bis dahin geht es aber doch ganz gut to go: Statt sich in der Bar über eine dampfend heiße Schüssel zu beugen, bekommt man einen kleinen Bausatz mit der Einlage und der Brühe eingepackt, die man gegebenenfalls zu Hause noch einmal erwärmen kann.




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