Gastronomiepläne für Deizisau Restaurant mit Strandbar am Neckar

Kerstin Dorner steckt mitten in der Planung für ihr Restaurant Thekwini, das sie gerne am Ufer des Neckars in Deizisau eröffnen möchte. Foto: Andreas Kaier

Kerstin Dorner plant in Deizisau ein Restaurant und eine Strandbar am Neckar. Die Gemeinde unterstützt die Pläne.

Deizisau - Zuerst war es nur ein Traum, dann wurde ein Wunsch daraus und nun scheint es so, als ob dieser Wunsch in Erfüllung geht. Läuft alles nach Plan, dann wird die Deizisauerin Kerstin Dorner oberhalb des Freibads zwischen der B 10 und dem Neckar ein Restaurant nebst Strandbar eröffnen. Genau dort, wo der vom Land geplante Radschnellweg (RS 4) zwischen Esslingen und Reichenbach auf einer Rad- und Fußgängerbrücke über den Neckar geführt werden soll.

 

Zwar hat der Deizisauer Gemeinderat kürzlich eine Bauvoranfrage zurückgewiesen, weil der aus dem Jahr 1975 stammende Bebauungsplan auf dem Gelände, das der Gemeinde Deizisau gehört, einen Parkplatz ausweist. Doch signalisierte das Gremium, den Plan unterstützen zu wollen. „Das Projekt hat bei mir sofort Begeisterung ausgelöst“, erinnert sich Bürgermeister Thomas Matrohs an erste Gespräche mit Kerstin Dorner vor 18 Monaten. Damit das Restaurant und die Strandbar Wirklichkeit werden können, muss die Gemeinde Deizisau jedoch den Bebauungsplan ändern. Doch das steht wegen des geplanten Radschnellwegs ohnehin auf der Agenda. „Damit können wir zwei Bauabsichten über einen Plan absichern“, ist Matrohs zuversichtlich.

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Restaurant und Neckartalradweg kollidieren nicht

Um mögliche Konflikte zwischen den beiden Planungen auszuschließen, hat der Verwaltungschef beim Regierungspräsidium vorgefühlt, ob das Restaurant die geplante Trassenführung des Radwegs beeinträchtigen könnte. „Wir haben aber vom Regierungspräsidium die Information bekommen, dass wir diesen Weg gehen können“, sagt Matrohs. Er hoffe, dass diese Nachricht das Signal an Dorner sei, an ihrem Projekt festzuhalten. Der Bürgermeister versicherte, dem Gemeinderat, so schnell wie möglich den Aufstellungsbeschluss zur Abstimmung vorzulegen. Danach müsse der Bebauungsplan „zügig“ geändert werden. Ein zweites Problem, das es zu lösen gilt, sind die fehlenden Stellplätze. Doch gibt es entlang des Neckars einige Parkplätze, die laut Matrohs dem geplanten Restaurant zugeordnet werden könnten. „Wir als Kommune sind uns aber sicher, auch dafür eine gute Lösung finden zu können“, sagt er.

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Trotz vieler noch offener Fragen steht für Kerstin Dorner der Name ihres Restaurants schon fest. Es soll Thekwini heißen, nach einer Gegend bei Durban in Südafrika. Thekwini bedeute übersetzt etwa so viel wie „der Ort an dem Wasser und Erde zusammentreffen“, erläutert die Initiatorin des Projekts, die in ihrer Jugend in Südafrika viel Zeit verbracht hat. „Ich habe in den Sommerferien immer meine Tante besucht, die dort Hebamme war“, erzählt Dorner. Jetzt will die gelernte Werbefachwirtin dieses Urlaubsfeeling an den Neckar bringen. Vor ihrer Familienpause hat sie für einen großen Automobilhersteller gearbeitet und sich danach mit der Herstellung einer selbst entwickelten Bio-Trinkschokolade selbstständig gemacht. Erfahrung in der Gastronomie hat sie ebenfalls gesammelt. „Ich habe seit meiner Schulzeit nebenher immer für eine große Catering-Firma gearbeitet“, sagt Dorner. Was ihr besonders liege, sei die Organisation von Events, dass sie viele Puzzleteile zu einem Gesamtprojekt zusammenführen könne. „Das ist die Herausforderung, die ich brauche“, sagt Kerstin Dorner und erklärt damit auch, weshalb sie ihr Projekt trotz einiger Rückschläge seit vier Jahren vorantreibe.

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U-förmiges Gebäude aus Seecontainern

Wie das Restaurant und die Bar am Ende einmal aussehen werden, steht derzeit noch nicht endgültig fest. Kerstin Dorner schwebt auf dem etwa 620 Quadratmeter großen Gelände ein u-förmiges Gebäude aus großen Seecontainern vor, das sich zum Neckarufer hin öffnet. In dem sich ergebenden Innenhof sollen Liegestühle mit Blick auf den Neckar Urlaubsgefühle vermitteln – alles locker aber gepflegt. „Ich habe mich schon von der Dehoga, dem Verband für Hotellerie und Gastronomie beraten lassen und die haben mir gesagt, dass das Konzept so funktionieren kann“, versichert sie. Und die Finanzierung? „Es gibt zwar schon erste Überlegungen, doch möchte ich damit erst dann loslegen, wenn der Platz sicher ist“, sagt Dorner.

Regional und nachhaltig

Restaurant
 Das neue Restaurant am Deizisauer Neckarufer soll just dort entstehen, wo der geplante Radschnellweg RS 4 in Deizisau auf einer Fuß- und Radbrücke über den Neckar in Richtung Altbach führen soll. Ob und wann der Radweg vom Land gebaut werden wird, ist allerdings offen. Dennoch hätte er die Pläne von Kerstin Dorner vereiteln können, auf dem Gelände ein Restaurant nebst einer Strandbar zu eröffnen. Der Grund: Die Auf- und Abfahrtsrampe verläuft genau über das Gelände, auf dem auch das Restaurant entstehen soll. So wie es aber derzeit aussieht, kann dort beides verwirklicht werden.

Konzept
Zwar soll das „Thekwini“ kein reines Biorestaurant werden, doch wird Kerstin Dorner großen Wert auf regionale Produkte legen – und dass nicht so viele Lebensmittel weggeworfen werden. Zudem will sie auch Mitarbeitern eine Chance geben, die auf dem ersten Arbeitsmarkt Probleme haben.

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