Gastroszene Die Arche ankert bald im VfL-Biergarten

Am VfL-Biergarten gibrt es bis zur Vollendung des Umbaus noch einiges tun. Foto: Frank Eppler

„La Nonna“, die italienische Großmutter, zieht – im laufenden Biergartenbetrieb – in eine hölzerne Arche um: Ende September soll im Biergarten des VfL-Waiblingen bezugsfertig sein.

Die Pläne sind schon seit längerem bekannt: Das Restaurant „La Nonna“ samt Biergarten auf dem Gelände des VfL Waiblingen am Oberen Ring beim Waiblinger Freibad wird sich deutlich verändern. Im Restaurant von einst im vorderen Part des VfL-Gebäudes am Stadion sind inzwischen Therapieräume untergebracht. In Richtung Rems herrscht aktuell noch ein gewisser Baustellencharme. Dort – im seit kurzem wieder geöffneten Biergarten – steht der im März 2021 nach Waiblingen transportierte tonnenförmige Holzbau der einstigen Strümpfelbacher „Vorratskammer“. Er soll in naher Zukunft zum neuen Restaurant umgebaut werden.

 

Allerdings, sagt Angelo Sapia, der Chef im gastronomischen Familienbetrieb, sei umbautechnisch jetzt zumindest Land in Sicht: Die Baugenehmigung fürs neue, hölzerne „La Nonna“ am Remsufer ist endlich da – und zumindest das Fundament steht schon. Im Biergarten zeugen auch die neuen Sonnenschirme vom Fortschritt bei der Umgestaltung des lauschigen Plätzles unter den Stadionbäumen. Trotz allem soll zudem demnächst auch wieder die gewohnte samstägliche Livemusik-Reihe starten wird. Der Auftakt dazu ist am 25. Juni mit Brozzo und „Schwobarock on top“.

Die Großmutter in der Holzarche

Klar, sagt der Wirt, der Biergartenbetrieb sei momentan noch etwas eingeschränkt, frühestens im Herbst wird wohl der Um- und Einbau des Restaurants am Biergarten beendet sein. Ende September, Anfang Oktober, so lautet die momentane Hoffnung, werde der 24 Tonnen schwere Holzbau mit Spitzname Arche am Ort seiner neuen gastronomischen Herrlichkeit stehen und in Betrieb gehen. Quasi als „la nonna nell’arca“ – die Großmutter in der gastronomisch recycelten Holzarche aus Strümpfelbach.

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Das Holzgebäude, so sagen die Gastronomen, bringe nicht nur Restaurant und Biergarten räumlich näher zusammen, sondern schaffe letztlich auch Plätze: Insgesamt wird es am Ende rund 300 Plätze geben, davon 35 im Holzbau und 50 auf deren Terrasse, wo – so das Konzept fürs neue Restaurant La Nonna – bei unterschiedlich Angebot auch andere Preise gelten werden, als im Biergarten. Um diese Unterschied auch optisch zu betonen, wird der Holzbau samt Terrasse höher gesetzt als das Biergartenniveau.

Probleme mit dem Hochwasserschutz

Die lange Dauer bis zum jetzt ernsthaft startenden Umbau liegt laut der Bauherren daran, dass das Gebiet des Stadions und des Biergartens zu einem Hochwasser-Schutzgebiet gehört. Die Zuständigkeit dafür ist beim Landratsamt angesiedelt, das für die notwendige Be- und Entscheide offenkundig etwas Zeit gebraucht hat. Die Baugenehmigung ist inzwischen erteilt, so Wirt Sapia. Und auch der VfL Waiblingen hat vor einigen Tagen seine Mitglieder informiert: „Nach über einem Jahr Genehmigungsverfahren zur Errichtung unseres Gastronomiegebäudes mit Biergarten haben wir nun die lang ersehnte Baugenehmigung erhalten. Trotz der tollen Unterstützung des städtischen Bauamts zog sich das Genehmigungsverfahren lange hin“, heißt es dort. „Die Zusammenlegung von Gastronomie und Biergarten wird richtig gut werden“, schreibt der VfL-Vorsitzende Jochen Griesmeier im jüngsten Newsletter des Vereins zur gastronomischen Vereinsperspektive. „Unsere Vorfreude auf das, was kommen wird, ist mächtig groß“.

Die Effekte der Pandemie ließen zwar langsam nach, sagt Wirt Sapia. Allerdings gebe es für die Gastronomie insgesamt neue Probleme. Zum einen fehlten die abgewanderten Beschäftigten in den Gastrobereichen. Vor allem aber kämpfe man mit der Preisentwicklung wegen des Ukraine-Krieges. Mehr als verdoppelt habe sich der Preis für Mehl – was ohne Preissteigerungen auch im La Nonna nicht zu kompensieren sei.

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