Gaucks Staatsbesuch in China Bundespräsident setzt sich für Menschenrechte ein

Joachim Gauck spricht in der Tongji-Universität in Shanghai vor Studenten. Das deutsche Staatsoberhaupt hält sich zu einem fünftägigen Besuch in China auf. Foto: dpa 15 Bilder
Joachim Gauck spricht in der Tongji-Universität in Shanghai vor Studenten. Das deutsche Staatsoberhaupt hält sich zu einem fünftägigen Besuch in China auf. Foto: dpa

Joachim Gauck macht sich während seiner China-Reise für die Einhaltung der Menschenrechte stark. In einem Gespräch mit der chinesischen Führung setzt sich Joachim Gauck für verfolgte Anwälte und Journalisten ein. Sehen Sie Bilder des China-Besuchs in unserer Bildergalerie.

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Xi’an - Bei seinen Gesprächen mit der chinesischen Führung hat sich Bundespräsident Joachim Gauck für verfolgte Anwälte und Journalisten eingesetzt. Gauck berichtete am Mittwoch, dies betreffe unter anderem Anwälte, die seit vergangenen Juli in Haft genommen worden seien, und die Journalistin und Deutsche Welle-Mitarbeiterin Gao Yu. Der Bundespräsident traf zur dritten und letzten Station seines fünftägigen China-Besuches in der alten Kaiserstadt Xi’an ein.

In einer Verfolgungswelle wurden seit dem Sommer mehr als 300 Anwälte, Kanzleimitarbeiter, Aktivisten und Familienmitglieder verhört, festgenommen, unter Hausarrest gehalten, an der Ausreise gehindert oder sie sind verschwunden, wie die Hongkonger Interessengruppe für Menschenrechtsanwälte (CHRLCG) berichtete. Rund 30 würden noch festgehalten. 19 seien formell in Haft, so dass ihnen Anklage drohe.

Die Journalistin Gao Yu war 2014 festgenommen und im April 2015 wegen angeblichen Verrats von Staatsgeheimnissen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Nach deutschem und internationalem Druck wurde ihr im November wegen gesundheitlichen Problemen Haftverschonung gewährt.

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