Gauland beleidigt Boateng Unter #boatengsnachbar vibriert das Netz

Der AfD-Vizechef Gauland wird im Netz nach seinen Äußerungen zu Boateng auf die Schippe genommen. Foto: Screenshot SIR
Der AfD-Vizechef Gauland wird im Netz nach seinen Äußerungen zu Boateng auf die Schippe genommen. Foto: Screenshot SIR

Der AfD-Vizechef Alexander Gauland hat in einem Zeitungsinterview gesagt, dass es in Deutschland Menschen gebe, die den Fußballspieler Jérôme Boateng nicht als Nachbarn haben wollten. Nun ergießt sich im Netz die Häme über den Politiker.
 

Digital Unit : Lukas Jenkner (loj)
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Berlin - Im Internet schlägt das Interview des AfD-Vizechefs Alexander Gauland hohe Wellen. Wie berichtet, hatte Gauland in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" den Fußballnationalspieler Jérôme Boateng beleidigt. Von der Zeitung war er mit dem Satz zitiert worden: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Diverse Fußballfunktionäre hatten sich umgehend über die Äußerung empört gezeigt. Gauland wiederum bestreitet, dass die Äußerung in dieser Form gefallen ist, dem die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in einer Stellungnahme widerspricht.

Im Netzt sorgt die Äußerung Gaulands für große Empörung, aber auch für Belustigung. Die Häme und Kritik versammelt sich unter dem Hashtag #boatengsnachbar vor allem auf Twitter. Dort hat zum Beispiel auch der FC Bayern eine Stellungnahme vom Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge verbreitet.

Andere ziehen Alexander Gauland für seine Äußerung durch den Kakao.

Viele weisen darauf hin, dass Jérôme Boateng deutscher Staatsbürger ist. Boateng ist in Berlin geboren und Sohn einer deutschen Mutter sowie eines ghanaischen Vaters.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Gaulands Äußerungen ja schon deutlich früher kannte, hat die Zeit genutzt und bei Boatengs Nachbarn nachgefragt.

Die Boulevardzeitung B.Z. in Berlin sucht Menschen, die doch Boatengs Nachbarn sein wollen.




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