Gaza-Unruhen Erdogan kritisiert Netanjahu als „Terroristen“

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Schüsse israelischer Soldaten auf Palästinenser bereits am Samstag als „Massaker“ verurteilt, nun legte er nach. Foto: AFP
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Schüsse israelischer Soldaten auf Palästinenser bereits am Samstag als „Massaker“ verurteilt, nun legte er nach. Foto: AFP

Nach den eskalierten Gaza-Protesten mit 17 Toten streiten Israel und die Türkei. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan liefern sich Verbalattacken.

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Instanbul - Angesichts der schweren Unruhen im Gazastreifen eskaliert der verbale Schlagabtausch zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Erdogan sagte am Sonntag in einer Rede vor Anhängern, Netanjahu sei ein „Terrorist“.

Der Streit hatte mit Kritik der Türkei an dem israelischen Vorgehen im Gazastreifen begonnen. Netanjahu erklärte daraufhin auf Twitter, die Streitkräfte seines Landes ließen sich nicht von jemandem belehren, der jahrelang willkürlich Zivilisten bombardiert habe. Erdogan sagte schließlich, sein Land sei anders als Netanjahu nicht in ein anderes Land eingefallen. „Zugleich sind Sie ein Terrorist.“ In einer weiteren Rede sagte Erdogan: „Sie sind ein Terrorstaat.“

Israelische Soldaten hatten am Freitag bei einer Demonstration an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel 15 Palästinenser erschossen. Hunderte weitere wurden verletzt. Nach Angaben Israels hatten einige der Beteiligten auf die Soldaten geschossen oder Steine geworfen. Die Armee und die Organisatoren der Protestaktion hatten Teilnehmer der Demonstration aufgefordert, sich von dem Zaun fernzuhalten. Die Palästinenser haben Israel für die Gewalt verantwortlich gemacht.




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