Zwei Männer haben am Ostersonntag ein Fläschchen gefunden, in dem sich ein Strahlengift befinden könnte. Das Umweltministerium wird den Inhalt erst nach Ostern untersuchen.
Zwei Männer haben am Sonntag bei der Ostereiersuche in Vaihingen an der Enz ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium 210“ gefunden, was einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst hatte. Ob es sich bei dem Inhalt tatsächlich um das potenziell tödliche Strahlengift handelt, wird sich aber erst nach den Feiertagen zeigen.
Befindet sich wirklich eine gefährliche Substanz im Fläschchen?
Experten des baden-württembergischen Umweltministeriums hatten das Fläschchen am Sonntagabend abtransportiert und vorerst sicher asserviert. „Nach den Feiertagen wird es geöffnet, gegebenenfalls dekontaminiert und entsorgt“, informiert die Stadt Vaihingen an der Enz am Ostermontag. „Erst dann wird feststehen, ob sich eine gefährliche Substanz darin befindet.“
Gefahr für die Anwohner habe aber keine bestanden. Messungen vor Ort mit speziellen Detektoren hatten keinerlei erhöhte Werte ergeben – weder am Behältnis selbst noch in der Umgebung des Fundortes. Die Anwohner konnten in ihr Haus zurückkehren. Prophylaktisch vorgenommene medizinische Untersuchungen hatten ebenfalls keine Auffälligkeiten ergeben.
Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihren „speziellen Oster-Einsatz“. Es sei wichtig, bei einem solchen Alarm für alles gerüstet zu sein, aber auch besonnen zu reagieren: „Für die Bürgerinnen und Bürger ist es beruhigend zu wissen, dass im Fall der Fälle verlässliche Abläufe für größtmögliche Sicherheit sorgen.“