Gefahrenstelle in Bad Cannstatt Sichere Straßenquerung erst 2019

Von Uli Nagel 

Die neue Grünanlage an der Waiblinger Straße wird bereits Ende September eröffnet. Die Planungen für einen Z-Überweg sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

In diesem Bereich soll der Z-Überweg gebaut werden. Foto: Nagel
In diesem Bereich soll der Z-Überweg gebaut werden. Foto: Nagel

Bad Cannstatt - In wenigen Wochen dürfen sich Cannstatter Kinder und Jugendliche über eine neue Freizeitattraktion freuen. Auf 1,5 Hektar entsteht an der Waiblinger Straße auf dem Gelände des einstigen Veielschen Gartens ein kleiner, aber feiner Park mit jeder Menge Sportgeräte und Aufenthaltsmöglichkeiten. Das Problem: Bis zur Eröffnung ist der geplante Z-Überweg über die Waiblinger Straße auf Höhe der Kreuznacher Straße nicht fertig; und das könnte dann gefährlich werden, wenn die Besucher des neuen Parks dort über die alte B 14 laufen. Denn hier fahren nicht nur viele Autos, sondern auch noch jede Menge Stadtbahnen. Ab Herbst ist auf dieser Strecke neben der U 1 und U 13 auch noch die U 16 unterwegs. Doch die Planungen für den technisch machbaren, knapp 400 000 Euro teuren Überweg haben laut Stuttgarter Straßenbahnen und dem städtischen Tiefbauamt erst begonnen. Somit wird der sichere und direkte Überweg für die Jugendlichen aus dem Seelberg, die vor einigen Jahren die Initialzündung für das Projekt gaben, wohl erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 fertig. Bleibt zu hoffen, dass bis dahin die Parkbesucher die vorhandenen Überwege an der Haltestelle Uff-Kirchhof und auf Höhe der Daimlerstraße benutzen. Sicher ein kleiner Umweg – aber ungefährlich.

Defizite mit Kindern gesucht

Es ist fünf Jahre her, als Kinder und Jugendliche aus dem Seelberg als Experten in eigener Sache unterwegs waren. Ziel des Projektes kinder- und jugendgerechter Quartiersplanung war es, herauszufinden, wo in dem Cannstatter Stadtteil die größten Defizite liegen und mit welchen baulichen oder anderen Maßnahmen die Situation verbessert werden kann. Das Ergebnis war damals eindeutig: Im Seelberg gibt es viel zu wenig Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche. Doch wo bitte schön gibt es in dem dicht bebauten Stadtteil genügend Platz, um Abhilfe zu schaffen? 8400 Menschen leben hier auf gerade einmal 55 Hektar. Zum Vergleich: In dem etwa gleich großen Sommerrain leben etwa 3300 Menschen.

Auf der Suche nach Möglichkeiten stießen die Stadtplaner unter Mithilfe des Jugendrats auf den knapp 1,5 Hektar großen Veielschen Garten, der versteckt hinter Büschen und Bäumen an der Waiblinger Straße liegt. Er wurde 1984 angelegt, geriet dann allerdings als Treffpunkt für Drogensüchtige und Stricher zunächst in Verruf und später in Vergessenheit.

340 000 Euro teures Projekt

Nach einer Planungsphase unter Beteiligung von Jugendlichen und Anwohnern wurde in den folgenden Jahren ein Konzept für einen Park entwickelt. Und nach etlichen Verzögerungen – immer wieder kamen Großprojekte dazwischen – wird an der Waiblinger Straße bereits seit einigen Wochen gebaut und umgestaltet. Die ersten Spielgeräte stehen und auch die neue, barrierefreie Wegeführung nimmt Gestalt an. Laut den Verantwortlichen beim Gartenamt soll im frühen Herbst das knapp 340 000 Euro teure Projekt fertig sein und eröffnet werden.

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