Gemeinderatswahl in Leinfelden-Echterdingen 13 Frauen und 13 Männer werden künftig Kommunalpolitik machen

Auch in der Echterdinger Kindertagesstätte Gärtlesäcker haben fleißige Helfer die Stimmzettel ausgezählt. Foto: Stadt Leinfelden-Echterdingen

Durch die Wahl ist die Geschlechterparität im Gemeinderat von Leinfelden-Echterdingen erreicht. Freie Wähler, CDU und Grüne haben jeweils sechs Sitze. Wer sind die Neuen?

Filderzeitung: Natalie Kanter (nak)

Mit Sekt und Häppchen haben die Freien Wähler am Montagabend auf ihren Erfolg angestoßen. Sie haben die Gemeinderatswahl von Leinfelden-Echterdingen mit 101 521 Stimmen oder auch 23,1 Prozent für sich entscheiden können. Die Christdemokraten haben 22,5 Prozent der Stimmen erhalten und damit Platz zwei erreicht. Die Grünen sind mit 21,2 Prozent auf Platz drei gelandet. Die SPD kam auf 12,4 Prozent, die FDP erreichte 9,6 Prozent, die Liste Engagierte Bürger 8 Prozent, die Demokratie in Bewegung 3,1 Prozent.

 

Das ist der Stimmenkönig

Eberhard Wächter ist mit 11 850 Stimmen der Stimmenkönig in Leinfelden-Echterdingen. „Das ist natürlich toll“, sagt er. Noch mehr freut sich der Apotheker über das Ergebnis insgesamt: „Das ist ein klares Votum für eine bürgerliche Mehrheit“, sagt er. „Wir werden künftig 14 Sitze auf der bürgerlichen Seite haben.“ Neben Wächter werden Walter Vohl, Beatrix Hess, Ulrich Löchner und Friederike Huber wieder ins Gremium einziehen. Die erst 19-Jährige Lisa Fellmeth sitzt neu im Freie-Wähler-Boot.

Interessant ist: Die Freien Wähler, die CDU und auch die Grünen werden mit jeweils drei Frauen und drei Männern im neuen Gemeinderat vertreten sein. Die Geschlechterparität ist durch die Wahl auch insgesamt erreicht: Künftig werden 13 Stadträtinnen und 13 Stadträte Kommunalpolitik in Leinfelden-Echterdingen betreiben.

Die CDU hat einen Platz hinzugewonnen, die Freude darüber ist riesig. Die Fraktionsvorsitzende Ilona Koch sagt: „Gerechnet haben wir damit nicht.“ Aber: „Wir haben bis zum Schluss alles gegeben und wurden belohnt für einen engagierten Wahlkampf.“ Mit Ilona Koch, Christian Vohl, Theo Stäbler und Claudia Zöllmer wurden vier der bisherigen Mandatsträger wiedergewählt. Für Horst Duda, der seit 2016 Stadtrat war, hat es nicht mehr gereicht. Für die Christdemokraten neu im Gemeinderat einziehen werden Lara Moltenbrey, eine 27-jährige Ärztin aus Echterdingen, die schon bald ein Baby bekommt, sowie Hartmut Raff, Vize-Feuerwehrkommandant in Leinfelden-Echterdingen.

Auch die Grünen sind zufrieden. „Wir haben viel geschafft“, sagt der Fraktionsvorsitzender David Armbruster. Er selbst hat 10 285 Stimmen geholt und ist überzeugt, dass die Ökopartei in Leinfelden-Echterdingen von seiner Kandidatur bei der Oberbürgermeisterwahl profitiert hat. Wiedergewählt wurden neben Armbruster auch Ingrid Grischtschenko, Martin Klein und Edeltraud Reichle-Kanthak. Barbara Engler und Maximilian Kreft kommen neu hinzu. Der 20-jährige Kreft studiert in Tübingen, hat nur zwei Prozent Sehkraft und will sich für die Barrierefreiheit in der Stadt einsetzen. Nicht mehr gereicht hat es für Konrad Pfeilsticker, der seit 2019 Stadtrat war. Frank Mailänder hatte sich nicht mehr aufstellen lassen.

Die SPD wird mit Barbara Sinner-Bartels, Erich Klauser und Jens Zellmer in gleicher Besetzung wie bisher ins Gremium einziehen. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, trotz schwierigster Rahmenbededingen sogar 0,5 Prozentpunkte zuzulegen“, sagt Sinner-Bartels. Auch wenn dieser Erfolg ein kleiner sei, habe man es doch geschafft, sich gegen den Bundestrend durchzusetzen.

Bei den L. E. Bürgern wird es kein Stühlerücken geben: Jürgen Kemmner und Sabine Onayli sind erneut von der Partie. Für die FDP werden wieder Wolfgang Haug und Judith Skudelny die Fahne hochhalten. Kurze Zeit hatte es so ausgesehen, als könnten die Liberalen einen dritten Platz ergattern. Am Ende hatte es dann aber doch nicht ganz gereicht. Für die Demokratie in Bewegung hat es Sigrid Ott wieder ins Gremium geschafft. Die Linke hatte keine Liste mehr aufgestellt.

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