Die Jungen Liberalen, die Jusos und die Grüne Jugend in Ludwigsburg appellieren gemeinsam an die Industrie- und Handelskammer sowie deren Mitgliedsunternehmen.
Drei Jugendparteien im Landkreis Ludwigsburg fordern die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ludwigsburg in einem gemeinsamen Schreiben von Montag auf, sich klar und unmissverständlich für einen Handelsstopp mit dem iranischen Regime einzusetzen. Das Regime in Teheran stehe für massive Menschenrechtsverletzungen, Tausende Tote, brutale Repressionen gegen die eigene Bevölkerung und die systematische Unterdrückung von Freiheit, Frauen und Demokratie, heißt es als Begründung.
„Wer heute noch wirtschaftliche Beziehungen mit dem iranischen Staat oder staatsnahen Akteuren unterhält, macht sich mitschuldig an der Stabilisierung eines Unrechtsregimes. Handel ist nicht wertneutral. Wirtschaftliche Kooperation bedeutet in diesem Fall politische Rückendeckung“, wird in dem Schreiben weiter betont, das von den Jungen Liberalen Ludwigsburg, den Jusos Ludwigsburg und der Grünen Jugend Kreis Ludwigsburg gemeinsam veröffentlicht wurde.
Solidarität brauche konkrete Konsequenzen
Die IHK Ludwigsburg, ein Adressat des Aufrufs, trage als Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft eine besondere Verantwortung. „Wir erwarten, dass sie ihre Mitgliedsunternehmen aktiv dazu auffordert, jegliche Handelsbeziehungen mit dem iranischen Regime zu beenden und sich klar von diesem zu distanzieren“, so die Forderung der Jugendparteien.
Solidarität mit der iranischen Zivilgesellschaft dürfe sich nicht in wohlklingenden Worten erschöpfen. Sie müsse konkrete Konsequenzen haben. Ein konsequenter Handelsstopp sei ein notwendiger Schritt, um den Druck auf das Regime zu erhöhen und Menschenrechte über Profite zu stellen.