Gemeinschaftsschulen Weil der Stadt/Weissach Der Platz wird allmählich eng

Von Florian Mader 

Die Gemeinschaftsschulen wachsen jedes Jahr um einen Jahrgang.

In Weil der Stadt lernen Schüler künftig zum Teil in Raummodulen. Foto: dpa
In Weil der Stadt lernen Schüler künftig zum Teil in Raummodulen. Foto: dpa

Weil der Stadt/Weissach - Weissach gehört zu den Vorreitern in Sachen Gemeinschaftsschule. Schon vor fünf Jahren ist die Ferdinand-Porsche-Schule zu dem neuen Schultyp gewechselt, die ältesten Schüler gehen derzeit in Klasse 9. Weil der Stadt folgte zwei Jahre später, die ältesten Gemeinschaftsschüler sind hier in Klasse 7.

Was beide verbindet: Noch immer kommt jedes Schuljahr ein kompletter Jahrgang hinzu, bis die Schulen dann einen 10. Jahrgang haben und voll ausgebaut sind. Sie brauchen also jedes Jahr mehr Platz – und es wird eng.

Acht zusätzliche Klassenräumen

Weissach hat hier vorausschauend geplant. Der Grundsatzbeschluss für ein neues Gebäude fiel schon Ende 2015, ein Jahr später begann man mit dem Neubau. Die Mensa, ein größeres Lehrerzimmer, acht Klassenzimmer und mehrere Gruppenräume kommen dort unter. Im September soll der Neubau fertig sein. „Mit den acht zusätzlichen Klassenräumen haben wir dann genügend Platz“, sagt die Weissacher Schulleiterin Karin Karcheter.

Schwieriger ist die Lage in Weil der Stadt. Schon jetzt platzt das Gebäude aus allen Nähten. „Wir haben uns als Übergangslösung für Raummodule entschieden“, gibt Tanja Kübler, die Amtsleiterin für Jugend und Soziales, auf Nachfrage hin bekannt. Raummodule sind das, was manche auch als „Container“ bezeichnen.

Die Übergangslösung gibt es vor allem deshalb, weil noch nicht entschieden ist, wie es mit dem Schulzentrum langfristig weitergeht. Hier könnte in diesem Jahr die Grundsatzentscheidung fallen, ob die Stadt die Grund-, Gemeinschafts- und Realschule sanieren oder neu bauen will.

Raummodule als Übergangslösung

Aber auch die acht Container stehen erst in zwei Jahren. So lange muss Schulleiter Jochen Holzwarth hin- und herjonglieren. „Für das kommende Schuljahr wandeln wir einen Computerraum und einen Raum der Vorbereitungsklassen in Klassenzimmer um“, berichtet er.

Im Jahr darauf bekomme man dann zwei Räume von der Realschule. „Und dann ist Schicht im Schacht“, sagt Holzwarth. Bis dahin sollen deshalb die acht Container stehen. Eine Wiese in Richtung Würm haben Schulleitung und Stadtverwaltung für diese Raummodule schon ausfindig gemacht.




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