Genossin Baehrens feiert runden Geburtstag in Uhingen Wunschprogramm zum Ehrentag

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„Sport verbindet“ lautete das Motto des Benefiz- Geburtstagsfestes, zu der die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens auch Sportler wie Verena Bentele und Firat Arslan eingeladen hatte und hoffte, dass sie genauso die Spendierhosen angezogen hätten wie die übrige Gästeschar.

Auch die Musiker Ralf Friton und Jörg Seibold (von links) warten gespannt, bis das  von  der Lebenshilfe Göppingen   gestiftete  Bild zu Gunsten der  Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft versteigert wird. Eingeladen hatte dazu die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, die ihren 60. Geburtstag mit einer Benefizveranstaltung feierte. Foto: Horst Rudel
Auch die Musiker Ralf Friton und Jörg Seibold (von links) warten gespannt, bis das von der Lebenshilfe Göppingen gestiftete Bild zu Gunsten der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft versteigert wird. Eingeladen hatte dazu die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, die ihren 60. Geburtstag mit einer Benefizveranstaltung feierte. Foto: Horst Rudel

Uhingen - Man lade ein paar Promis zur trauten Gesprächsrunde ein, lasse Musik und Essen auffahren, ein Gemälde versteigern und lade Freunde, Familie und Weggefährten ein – fertig ist das Konzept für einen kurzweiligen Abend, in diesem Fall für das Geburtstags-Benefizfest der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Göppingen, Heike Baehrens im Uhinger Uditorium. Der Erlös eines versteigerten Bildes aus der Kreativwerkstatt der Göppinger Lebenshilfe ging an die finanziell in Bedrängnis geratene Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderungsgemeinschaft (Sab), die sich für Langzeitarbeitslose einsetzt.

Das Motto des Abends lautete: „Sport verbindet“

Mit dem Boxer Firat Arslan, der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Verena Bentele, und dem SPD-Kultusminister Andreas Stoch, „dem lieben Andy“, warf sich die Tischtennisspielerin Baehrens in einer Talkrunde die Bälle zu mit den Themen Willenskraft, Beispiele für Inklusion von Menschen mit Handicap und Rezepte fürs Durchhalten und fürs Comeback. Und auch der Landrat Edgar Wolff und Lothar Hilger, der Präsident des Göppinger Sportkreises, stellten sich unter dem Motto „Sport verbindet“ ganz in den Dienst der guten Sache.

Verena Bentele und Firat Arslan unter den Gästen

Die blinde Biathletin Bentele warb auf erfrischend unprätentiöse Art für das neue Bundesteilhabegesetz, bei dem es auch darum geht, wie viel Geld von Armut bedrohte Menschen mit Handicap überhaupt besitzen dürfen, um trotzdem Zuschüsse für eine Sportausrüstung oder eine Trainingsfahrt beanspruchen zu können.

Eine Einladung zum Showkampf

Der in Süßen geborene Firat Arslan, der heute in Donzdorf wohnt, plauderte über seinen Werdegang vom gehänselten Außenseiter zum respektierten Kampfsportler und assistierte seiner Nebensitzerin Bentele in der Talkrunde mit Wasserglas und Mikrofon und warb für seinen Showkampf mit dem Stuttgarter Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück bei einer Benefizveranstaltung in Wolfsburg im kommenden Jahr.

Außerdem wurde die sportliche Karriere des gebürtigen Göppingers Markus Rehm, der an diesem Abend verhindert war, von der Runde gestreift. Rehm ist ein körperbehinderter Leichtathlet, der dafür kämpft, trotz seiner Unterschenkelprothese in offiziellen Wettkämpfe gegen nichtgehandicapte Sportler antreten zu dürfen.

Musik von dem inklusiven Duo The Sixteens

Bevor die Talkrunde von der Musik des inklusiven Duos The Sixteens beendet wurde, zu dem der blinde Geiger Jörg Seibold und der Gitarrist und Betreuer bei der Nikolauspflege Welzheim, Ralf Friton, zählen, wetterte der Kultusminister Andreas Stoch noch gegen die elektronischen Zeitfresser Handy und Tablet in Kinderhand und warb für mehr Bewegung im Schulalltag.

Der Landrat lobt die soziale Ausrichtung der Sab

Dem Geburtstagskind Baehrens, das sich noch mehr Spender für die Sab wünscht, war es vorbehalten, schließlich die Brücke zwischen der Sab und dem Sport zu schlagen, indem sie die Inklusion, also die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen zum verbindenden Moment erklärte. Gemeinsam mit Woyta und Wolff beklagte sie die prekäre Finanzlage der Sab, seit der Bund 2010 die Mittel für die berufliche Wiedereingliederung stark gekürzt habe.

Rund 1000 Langzeitarbeitslose im Kreis

Wolff nannte die Sab und ihre Qualifizierungsangebote einen „ganz wichtigen Faktor in unserer sozialen Infrastruktur“ und für die rund 1000 Langzeitarbeitslosen im Kreis und nannte es eine bundespolitische Aufgabe, hier für Stabilität zu sorgen. Das von der Lebenshilfe gestiftete Gemälde wurde schließlich von einer der Künstlerinnen ersteigert. Dieser Erlös und die Spenden der Gäste gehen an die Sab.