Geocache-Schatzsuche in Aichwald Mit Google Maps zum Osterwunder

Am Wegesrand findet sich ein Geocache, mit dem die Spaziergänger den Einzug nach Jerusalem nachspielen können. Foto: /Karin Ait Atmane

Die Gruppe Igel in Aichwald lädt Familien zu einer modernen Geocache-Schatzsuche ein. Bei dieser geht es um die Ostergeschichte.

Aichwald - Kirchenmaus Charly ist gerne aushäusig und draußen in der Natur unterwegs: Das kleine Symboltier hat Aichwalder Familien schon öfter zu Aktivitäten eingeladen. Dieses Mal nimmt es sie noch bis zum 11. April mit auf eine Geocache-Schatzsuche, bei der es um die Ostergeschichte geht.

 

Anni (10), Felix (7) und Sarina mit ihren knapp zwei Jahren stehen startklar unterhalb vom Friedhof in Aichschieß. Hierher führt die erste Koordinate der Suche mit Kirchenmaus Charly. Die drei haben einen Bollerwagen dabei, in dem sich Picknickdecke, Wegzehrung und ein Stift befinden, so wie in der Spielanleitung beschrieben. Sarinas Stoffhäschen Hopsi hält im Wagen die Stellung, solange sie selbst noch nicht Platz nehmen will. Und natürlich ist ihre Mama Simone Fricke dabei, ebenso wie Sandra Fuchs, die Mutter von Anni und Felix.

Sie gehören zu den Organisatorinnen der Osteraktion, die von der Gruppe Igel – Impulse für gemeinsames Leben – der evangelischen Kirchengemeinde ausgeht. Deren Ziel sei eigentlich, Menschen zusammenzubringen und Familien „gemeinsam etwas erleben zu lassen“, sagt Sandra Fuchs. Corona macht das unmöglich, deshalb überlegt sich der Igel-Kern aus vier Personen ersatzweise Unternehmungen, die den Familien wenigstens ein bisschen Abwechslung bringen, corona-konform natürlich. So gab es im vergangenen Sommer schon mal eine Geocache-Suche und im Herbst eine Fotorallye. „Man merkt mit jeder Aktion: die Leute zieht’s nach draußen“, sagt Sandra Fuchs.

„Wer nimmt das Handy?“, fragt sie jetzt und übergibt dieses an Sohnemann Felix, der vorneweg marschiert, entsprechend der Route, die Google Maps zur nächsten Koordinate anzeigt. Technisch sei das die einfachste Lösung, sagt Sandra Fuchs, zumal praktisch jeder diese Software auf dem Smartphone habe. In fünf Metern Umkreis zu den angegebenen Koordinaten findet sich jeweils ein Geocache, also eine Plastikbox oder ein Plastik-Beutel mit Inhalt. Ein Hinweis hilft beim Suchen, dieses Mal lautet er „Weidenhecke“ – und tatsächlich entdeckt Sarina im Dickicht am Wegrand den ersten Cache. Die Tüte ist gut gefüllt, unter anderem mit laminierten Seiten, die den Beginn der Ostergeschichte erzählen. Die Mütter und Kinder lesen sie sich gegenseitig vor. Aus zwei Boxen kommen außerdem Playmobilfiguren, Filzstücke und anderes Material zum Vorschein, mit dem sich Jesu Einzug nach Jerusalem prima auf dem schwäbischen Spazierweg nachspielen lässt.

Die sieben Mitmach-Stationen sind auf drei Kilometern Fußweg verteilt, eine Streckenlänge, die auch für Kinder in Ordnung sei, sagt Fuchs. „Ich finde es richtig schön“, freut sich Simone Fricke über die landschaftlich reizvolle Runde zwischen Wiesen und Wald. Der Weg führt auch mal mitten durch einen Bach oder ein Stück zwischen die Bäume, ist aber mit „geländegängigem Kinderwagen“, so die Organisatorinnen, machbar. An den Stationen wird nach und nach die Ostergeschichte erzählt, ergänzt durch Aufgaben, die die Familien zu Kreativität und gemeinsamer Aktion anregen. Sie picknicken auf einer Wiese, balancieren auf Steinen und Baumstämmen, suchen nach bizarren Wurzeln und Zwillingsbäumen, bemalen Steine oder erfühlen, was eine Eisenkette wiegt. „Ganz schön schwer“, stellt Anni fest.

Das Zubehör für die Aufgaben ist in den Geochaches enthalten; alle davon verraten außerdem eine Bonuszahl, sodass sich am Ende wiederum eine Koordinate ergibt. Dort liegt ein Schatz mit Überraschungen für alle, die mitgemacht haben.

Die kleine Gruppe ist mittlerweile zwei Stunden unterwegs, hat die Stationen aber auch in aller Ruhe durchgemacht. Und wenn man mal einen Cache verpasst? „Ich denke, so wild ist das nicht“, sagt Sandra Fuchs. Den Schatz könne man trotzdem finden.

Er wird übrigens, ebenso wie die Wegzehrung, die es an einer Station gibt, regelmäßig aufgefüllt.

Die Anleitung für den Familien-Ostercache ist auf www.aichwald-evangelisch.de/familien/ zu finden. Außerdem lädt die Gemeinde zum Abschlussgottesdienst am Sonntag, 18. April, um 10.40 Uhr am Waldspielplatz in Aichschieß ein.

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