Gerhard Mayer-Vorfelder über Badener und Schwaben Lebenslust und Verlässlichkeit

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In Freiburg geboren, in Stuttgart daheim: Der frühere Landesminister und Sportfunktionär Gerhard Mayer-Vorfelder verkörpert das Bindestrichland.

In Stuttgart daheim, in Südbaden verwurzelt: Gerhard Mayer-Vorfelder Foto: Horst Rudel
In Stuttgart daheim, in Südbaden verwurzelt: Gerhard Mayer-Vorfelder Foto: Horst Rudel

Stuttgart - Gerhard Mayer-Vorfelder ist ein Wanderer zwischen den Welten. Er fühlt sich in Baden und Württemberg zu Hause. Der ehemalige Politiker und Fußballfunktionär mit dem Bindestrich im Namen verkörpert so fast schon exemplarisch das Bindestrichland.


Herr Mayer-Vorfelder Sie sind in Freiburg geboren, in Karlsruhe und Waldshut zur Schule gegangen, haben in Freiburg und Heidelberg studiert und leben seit Jahrzehnten in Stuttgart. Wem fühlen Sie sich nun näher: den Badenern oder den Schwaben?
Obwohl ich den größeren Teil meines Lebens in Schwaben verbracht habe, fühle ich mich als Badener, ganz klar. Die Jugendzeit ist da einfach sehr prägend gewesen. Wobei man bei den Badenern auch noch mal Unterschiede machen muss zwischen dem katholischen Süden und dem evangelischen Norden.

Und wo darf man Sie verorten?
In Südbaden. Das ist für mich schon Heimat. In der südbadischen Lebensart finde ich mich wieder.

Als Genussmensch, der gutes Essen und Trinken schätzt?
Es ist die ganze, etwas lockerere Lebensart, die mir zusagt. Die Schwaben sind ja schon sehr grundsätzlich und streng. Da macht sich natürlich auch die Religion bemerkbar. Der Katholik ist ja von Haus aus etwas großzügiger als der Protestant.