Geschichte in Bad Cannstatt Tafel informiert über Römische Spuren
Wer weiß schon, wo es römische Spuren in Bad Cannstatt gibt? Eberhard Köngeter vom Maibaumverein hat eine Überblickstafel geschaffen, die aufklärt.
Wer weiß schon, wo es römische Spuren in Bad Cannstatt gibt? Eberhard Köngeter vom Maibaumverein hat eine Überblickstafel geschaffen, die aufklärt.
Die Auflistung, die am großen Stadtmauerstück am Badgraben zu sehen ist, weist darauf hin, welche Installationen und auch Informationen es zur römischen Geschichte gibt. So erfährt auch der Besucher, wo er in der Sauerwasserstadt welche Steinreliefs oder weitere Informationstafeln an historisch interessanten Stellen finden kann, wo es Ausgrabungen gab, etwa die Töpferwerkstatt im Sparrhärmlingweg/Ecke Frankfurter Straße bis hin zu dem von Emil Kiemlen geschaffenen Brunnen für die römische Göttin Juno in den Kursaal-Anlagen bei der Nauheimer Straße. Zehn Punkte sind zu lesen auf der Tafel, die der Maibaumverein finanziert hat.
Derweil bleiben die römischen Abgüsse von den Gottheiten, die im Badgraben standen, noch eingelagert, wie der Vorsitzende des Maibaumvereins, Eberhard Köngeter erklärt. Sie waren vor dem Abriss des Kaufhofs aus dem Badgraben entfernt und gesichert worden. Köngeter verfolgt interessiert die Weiterentwicklung auf dem Kaufhof-Areal, dass es dort ein Architektenwettbewerb für die Neubebauung gibt. Sobald ein Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen ist, will der Vereinsvorsitzende und Herausgeber des Buches „Auf den Spuren der Römer in Stuttgart-Bad Cannstatt“ mit dem Sieger in Kontakt treten und auf die Römischen Relikte hinweisen, die wieder in der Badgraben aufgestellt werden sollen. „Baurechtlich bleibt die Gasse ja frei, das ist im Bebauungsplan fixiert. Da darf nichts überbaut werden“, so Köngeter. Doch für die Neubebauung sei es für den Architekten interessant, darüber informiert zu sein, dass im Badgraben wieder römische Relikte stehen werden.