Geschwindigkeitsüberwachung Filderstadt testet Blitzerwagen

An der Aicher Straße hat es nach anderthalb Tagen eine knappe vierstellige Zahl an Verstößen gegeben. Foto: dpa/Patrick Seeger
An der Aicher Straße hat es nach anderthalb Tagen eine knappe vierstellige Zahl an Verstößen gegeben. Foto: dpa/Patrick Seeger

Vier Wochen lang testet die Stadtverwaltung von Filderstadt einen neuen Blitzer-Anhänger: Er soll eventuell in die Jahre gekommene Geschwindigkeitsmessanlagen ersetzen. Wie sieht die Testphase aus?

Filderzeitung: Rebecca Anna Fritzsche (fri)
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Filderstadt - Wer in Filderstadt die Augen offen hält, hat ihn vielleicht schon gesehen: den neuen Blitzerwagen. Die korrekte Bezeichnung lautet Verkehrsüberwachungsanhänger, erklärt Jan-Stefan Blessing, der Ordnungsamtsleiter. Der mobile Anhänger ist vom Hersteller probeweise angemietet worden und wird vier Wochen lang getestet. „Wir wollen Erfahrungen im Umgang sammeln“, erklärt Blessing, der Anhänger sei ein Zwischending zwischen einer stationären Blitzeranlage und mobilen Blitzern, beispielsweise aus Autos heraus.

Einige Geschwindigkeitsmessanlagen in Filderstadt seien in die Jahre gekommen: „Sie müssen bald ersetzt werden.“ Also will die Verwaltung ausprobieren, ob ein solcher Anhänger die bekannten Geräte ersetzen könnte – oder ob man doch lieber bei den bewährten Modellen bleibt.

Rund um die Uhr im Einsatz

Zwei bis drei Tage wird der Anhänger an einem Ort bleiben, dann müssen die Akkus wieder aufgeladen werden, und er wird woanders abgestellt. In der vierwöchigen Testphase sollen möglichst viele verschiedene Standorte und verschiedene Tempozonen, beispielsweise auch in Tempo-30-Zonen im Zuge des Lärmaktionsplans, ausprobiert werden. Der Anhänger kann im Gegensatz zu mobilen Überwachungsanlagen rund um die Uhr und auch nachts eingesetzt werden.

Am ersten Standort an der Aicher Straße, einer Hauptverkehrsstraße, habe es nach anderthalb Tagen eine knappe vierstellige Zahl an Verstößen gegeben, sagt Blessing. „Im Wohngebiet wird es freilich weniger sein.“ Er betont: „Den Vorwurf der Abzocke müssen wir uns immer wieder anhören. Aber wer sich an die Regeln hält, der bekommt kein Foto.“




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