Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stuttgart Bezirksbeirat befasst sich mit Hallenbelegung für Geflüchtete

Wenn die Halle des GSG zur Flüchtlingsunterkunft wird, leiden vorübergehend der Schul- und Vereinssport. Foto: Judith Sägesser

Die Sporthalle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums könnte vorübergehend zu einer Flüchtlingsunterkunft werden. Die CDU im Bezirksbeirat sieht das kritisch.

Weil immer mehr Geflüchtete nach Stuttgart kommen, sollen nun auch wieder Turnhallen als Notunterkünfte genutzt werden. Darunter ist auch die Sporthalle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) in Sillenbuch. Dies ruft die CDU im Sillenbucher Bezirksbeirat auf den Plan. Sie fordert, dass die Stadtverwaltung kurzfristig über die geplante Nutzung der Sporthalle berichtet und alternative Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Der entsprechende Tagesordnungspunkt ist für die Sitzung am Montag, 25. Oktober, bereits vorgesehen. Insbesondere will die CDU wissen, in welchem Maß der Schul- und der Vereinssport betroffen wäre, ob stadtbezirksübergreifend Nutzungszeiten umverteilt werden können und inwiefern Vereine dabei unterstützt werden, die mit der Nutzung einer anderen Sporthalle verbundenen logistischen Herausforderungen zu bewältigen.

 

Appell, auch Alternativen zu prüfen

In der Antragsbegründung heißt es: „Auch wenn wir die Not der Stadt in Teilen nachvollziehen können, so erachten wir es für nicht zielführend, dass darunter der Schul- und Vereinssport leiden muss, nachdem dieser bereits in den Jahren zuvor durch die Coronapandemie stark eingeschränkt war.“ Daher sei es zwingend notwendig, dass „alle möglichen Alternativen untersucht werden und primär solche in Erwägung gezogen werden, die ohne Auswirkungen auf den Sportbetrieb umgesetzt werden können“. Wenn eine Nutzung der GSG-Sporthalle unausweichlich sei, so müsse der Nutzungszeitraum so kurz wie nur irgendwie möglich gehalten werden und die betroffenen Schulen und Vereinen sollten geeignete alternative Hallennutzungszeiten bekommen, heißt es seitens der CDU.

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