Gespinstmotte in Stuttgart Kahlgefressen und gespenstisch eingewebt

Von red/rh 

Die Gespinstmotte sorgt für ein gruseliges Naturschauspiel. Die Raupen des Falters fressen komplette Bäume kahl und weben sie in ein weißes Gespinst.

Erstaunt bleiben Spaziergänger und Radfahrer vor diesem Naturschauspiel stehen. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg 9 Bilder
Erstaunt bleiben Spaziergänger und Radfahrer vor diesem Naturschauspiel stehen. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Stuttgart - Gespenstisch weiß erhebt sich der Baum im Stuttgart-Mühlhausen empor – und steht im krassen Gegensatz zum satten Grün in seiner Umgebung. Der Baum ist umhüllt von einem feinen Gespinst und gruselt so manchen Spaziergänger, der daran vorbeigeht.

Doch ein Grund zur Besorgnis ist dieses Naturschauspiel nicht – denn die Ursache ist harmlos: Hier ist die Gespinstmotte am Werk. Bis Mitte Juni noch fressen die Raupen das junge Grün des Baumes – dann verpuppen sie sich und werden zum weißen Falter mit schwarzen Punkten. Das wird Anfang Juli so weit sein.

Die befallenen Bäume und Sträucher überstehen die vorübergehenden Bewohner in der Regel unbeschadet. Sie treiben einfach neu aus, sobald das Spektakel vorüber ist. Die Falter hingegen haben es schon schwerer, denn sie sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Am liebsten mögen sie Traubenkirschen, aber auch Weißdorn, Pappeln oder Weiden wählen sie.

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