Gespräche über Öffnungen laufen Wann machen die Stuttgarter Freibäder auf?

So sah es im vergangenen Sommer aus: klare Coronaregeln für Freibadbenutzer. Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb
So sah es im vergangenen Sommer aus: klare Coronaregeln für Freibadbenutzer. Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb

Am 25. Mai beginnen in Baden-Württemberg die Pfingstferien. „Rechtzeitig vor Ferienbeginn“, so das Sozialministerium, soll Klarheit darüber herrschen, was wann und wie wieder öffnet. Zum Beispiel die Freibäder.

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Stuttgart - Das Land macht Freibadfans vorsichtig Hoffnung. „Es gab Gespräche mit relevanten Akteuren zu einem Arbeitspapier mit Eckpunkten zu Öffnungsschritten, in dem auch Öffnungsperspektiven für Bäder im Außenbereich vorgesehen sind“, teilte das zuständige Sozialministerium auf Anfrage unserer Redaktion mit. Bestandteil dieser Überlegungen seien „ähnlich wie im vergangenen Jahr eine Personenbegrenzung und Hygienemaßnahmen“. Außerdem Testungen und eine Kontaktpersonennachverfolgung.

Voraussetzung: stabil fallende Inzidenz unter 100

Das Sozialministerium wies auf die bundeseinheitliche Notbremse bei Inzidenzen über der 100er-Marke und der damit verbundenen Schließung von Freibädern hin. „Wir befassen uns zurzeit jedoch intensiv mit Öffnungsszenarien, um entsprechend vorbereitet zu sein, wenn sinkende Inzidenzen wieder Öffnungsschritte zulassen“, sagte der Sprecher. Vorgesehen sei, „dass wir in Stadt- und Landkreisen mit einer stabil fallenden Inzidenz unter 100 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Öffnungsschritte angehen können“ – auch in Bezug auch Schwimmbäder. Details würden im Laufe dieser Woche bekannt gegeben. „Wir haben vor, die Öffnungsstrategie im Laufe dieser Woche rechtlich in trockenen Tüchern zu haben, sodass auf jeden Fall rechtzeitig vor den Pfingstferien Klarheit besteht, welche Bereiche wann und zu welchen Bedingungen öffnen können“, erklärte der Sprecher weiter.

Stuttgarter Freibäder sind startklar

Die Stuttgarter Bäderbetriebe haben zum eigentlichen Saisonstart der Freibäder am 1. Mai kritisiert, dass es für ihre Branche keine Öffnungsperspektive gibt. Während bei bestimmten Inzidenzzahlen Einrichtungen wie Zoos oder Museen öffnen dürfen, stand im Stufenplan der Landesregierung zu den Schwimmbädern bisher nur „geschlossen“. Darin wurde auch kein Unterschied zwischen Hallen- und Freibädern gemacht. Die fünf Stuttgarter Freibäder wären bereit für den Start der Badesaison: Sie könnten innerhalb einer Woche das Wasser auf die richtige Badetemperatur bringen.

Die Landeshauptstadt Stuttgart erfüllt die Inzidenz-Voraussetzungen für eine mögliche Öffnung derzeit allerdings nicht. Die Inzidenz lag zuletzt weiter bei über 200. Im Zuge des ersten Lockdowns mussten im März 2020 alle öffentlichen Bäder schließen. Nach einem Rückgang der Inzidenzzahlen starteten in Stuttgart die Freibäder am 15. Juni wieder für den Badebetrieb – unter Berücksichtigung von Hygienemaßnahmen. Das Mineralbad Leuze machte am 29. Juli wieder auf. Die Freibadsaison endete offiziell am 13 September, das Höhenfreibad Killesberg schloss am 20. September. Das Mineralbad Berg mit seinem Außenschwimmbecken wurde nach vierjähriger Umbauzeit am 5. Oktober wiedereröffnet. Seit November sind alle Bäder geschlossen.

Die Bäder verweisen auf ihr Hygienekonzept

Laut der aktuell gültigen Verordnung des Landes bleiben die Freibäder bis mindestens 22. Mai zu. Die Bäderbetriebe fühlen sich mit ihrem Konzept vom Sommer 2020 gut gerüstet gegen das Virus. In der vergangenen Saison war es in den Freibädern der Stadt zu keinen Ansteckungen gekommen. Ein Online-Ticketverkauf wurde eingeführt, um die Besucherzahlen leichter zu kontrollieren, ein Reinigungssystem entwickelt und ein Hygienekonzept installiert. Statt bis zu 15 000 Besucher waren beispielsweise im Untertürkheimer Inselbad nur 1050 zugelassen. „Wir können Pandemie“, betonte der Inselbad-Leiter Arvid Donert. Wenn die Badegäste außerdem beim Eintritt noch einen negativen Schnelltest vorlegen müssten, wäre das System noch sicherer, schlug er vor.




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