Karies sollte in der Mundhöhle besser kein Obdach bekommen. Wer gesund alt werden möchte, muss deshalb unbedingt auf die richtige Zahnhygiene achten.

Stuttgart - Täglich zweimal gründlich Zähneputzen – die Mundpropaganda aus Kindertagen kennt jeder. Dennoch wird in Zahnarztpraxen kräftig gezogen, gebohrt und gefüllt, weil viele zwar schon regelmäßig Zähne putzen, aber eben nicht immer sorgfältig genug. Udo Lenke, Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, hat einen Tipp, wie man auch zu Hause überprüfen kann, ob der Reinigungsprozess erfolgreich war: „Zahnfärbetabletten aus der Apotheke färben Plaque, der an den Zähnen haftet, rot ein. Daran erkennt man, wo Nachholbedarf ist.“

 

Manuell putzen ist dem Zahnarzt zufolge genauso sauber wie mit der elektrischen Zahnbürste – wenn es richtig gemacht wird. Wem die rotierenden Bewegungen von Hand allerdings zu aufwendig sind, der ist mit einer elektrischen Bürste besser beraten. „Auch für Anwender, die motorisch eingeschränkt sind, kann die elektrische Variante ein Segen sein“, sagt Lenke.

Ob ein Gebiss im Alter noch lückenlos zubeißen kann, entscheidet sich schon im Kindesalter. Der Zahnarzt rät deshalb Müttern, bereits Säuglingen den Gaumen und Kiefer nach der Mahlzeit mit einem lauwarmen Wattestäbchen entlang der Ober-und der Unterlippe zu reinigen. „Das hat natürlich keinen wirklich reinigenden, sondern eher einen psychologischen Effekt. Dem Kind wird damit früh vermittelt: nach dem Essen wird sauber gemacht“, sagt Lenke. Wenn dann im Alter von ungefähr sechs Monaten die ersten Zähnchen sprießen, macht die Kinderzahnbürste Sinn. „Und ab dem 6. bis zum 18. Lebensjahr sollte man regelmäßig fluoridieren“, sagt Lenke. Das heißt: einmal wöchentlich wird ein Fluoridgel auf den Zahnschmelz aufgetragen, das ihn schützt.