Gewa-Tower in Fellbach Polizeieinsatz wegen riskantem Smartphone-Video

Von  

In 107 Meter Höhe, auf dem ungesicherten Dach des Gewa-Towers, filmen zwei junge Männer mit ihrem Smartphone. Das ruft die Polizei auf den Plan.

Filmen in höchster Höhe – die Polizei findet das nicht lustig. Foto: red
Filmen in höchster Höhe – die Polizei findet das nicht lustig. Foto: red

Fellbach - Zwei dunkle, vermummte Typen machten sich in Fellbach am Montag gegen 17 Uhr auf einen atemberaubenden Spaziergang in 107 Metern Höhe. Die Zeugen am Boden hielten den Atem an. Die beiden ungebetenen Besucher auf dem ungesicherten Dach des Gewa-Towers tauchten in luftiger Höhe auf und verschwanden genauso wieder. Sie waren für eine Polizeistreife erst unauffindbar und wurden später doch noch beim Verlassen der stillgelegten, aber abgesperrten Großbaustelle noch geschnappt. Wie ein Zeuge berichtet, hatten die Beamten aus Fellbach dazu sogar noch Verstärkung aus Waiblingen beordert.

Die 18-Jährigen wollen mit ihrem Smartphone besondere Aufnahmen filmen

Die beiden waghalsigen Baustellenbesucher stellten sich nach der Festnahme durch die Polizei als zwei arglose junge Männer heraus, 18 Jahre alt, die mit ihrem Smartphone einige besondere Aufnahmen filmen wollten. Sie gestanden, dass sie sich Zutritt verschafft hatten. Ihnen droht eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Wenn der Staatsanwalt kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung feststellt, kommen sie dennoch ohne Strafe davon.

Wem dies folgenlos erscheint, der sollte sich die ganze Geschichte erzählen lassen. Polizeibeamte nahmen die jungen Männer ins Verhör. Sie machten ihnen mit deutlichen Worten nicht nur klar, dass das Betreten der abgesperrten und durch einen Sicherheitsdienst überwachten Bauruine illegal ist, sondern auch äußerst riskant. Denn „das ist das eigentlich Brisante: Das ist sehr gefährlich“, warnt ein Polizeisprecher vor Betreten der Bauruine. Wenn jemand auf einer solchen Baustelle herumturnt, ist die Absturzgefahr an vielen Stellen groß. Auf dem Dach gibt es kein Geländer. Es ist auch keines vorgesehen.

Der ganze Gewa-Tower wird nach Spuren abgesucht

Der derzeitige Hausherr, der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli, wiederum ließ durch seinen Sprecher mitteilen, dass er den Sicherheitsdienst beauftragt hat, das ganze Gebäude nach Spuren abzusuchen. Diese Securityleute werden, wenn ihnen jemand im Tower auffällt, vermutlich auch keinen Spaß verstehen.