Gewalttat in Finnland Ein Toter und zehn Verletzte bei Säbel-Angriff in Schule

Von red/AFP 

Bei einem Angriff auf eine Berufsschule in Finnland, der örtlichen Medien zufolge mit einem Säbel verübt wurde, sind am Dienstag ein Mensch getötet und zehn weitere verletzt worden. Die Polizei setzte zur Beendigung des Angriffs „Schusswaffen“ ein.

In einer Berufsschule in diesem Einkaufszentrum kam es zu der Bluttat. Foto: dpa/Jaakko Vesterinen
In einer Berufsschule in diesem Einkaufszentrum kam es zu der Bluttat. Foto: dpa/Jaakko Vesterinen

Kuopio - Bei einem Angriff auf eine Berufsschule in Finnland, der örtlichen Medien zufolge mit einem Säbel verübt wurde, sind am Dienstag ein Mensch getötet und zehn weitere verletzt worden. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben zur Beendigung des Angriffs in der Stadt Kuopio „Schusswaffen“ ein. Zu den Verletzten zählte demnach der mutmaßliche Täter, der festgenommen worden sei. Finnlands Regierungschef Antti Rinne verurteilte die Tat.

Zwei Verletzte befänden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, teilte die Polizei weiter mit. Die Umstände der Tat und die Motive des Angreifers waren zunächst unklar.

Waffe des Angreifers soll langer Säbel gewesen sein

Örtliche Medien berichteten, der Angreifer, ein junger Mann, sei am Vormittag mit einem Säbel in die Berufsschule gekommen, in der sowohl Jugendliche als auch Erwachsene unterrichtet werden. „Er hat einem Mädchen mit einem Säbel auf den Hals geschlagen und ihr in den Oberkörper gestochen“, zitierten örtliche Medien einen Augenzeugen. Außerdem habe der Angreifer „eine Art kleine Brandbombe“ gezündet.

Eine Augenzeugin namens Roosa Kokkonen, die in der Nähe der Berufsschule arbeitet, schilderte dem finnischen Fernsehsender MTV, eine Lehrerin sei aus der Schule hinausgerannt - die Hände voller Blut. „Während ich der Lehrerin half, hörte ich andere Hilferufe. Schüler rannten weg und in meine Garage hinein.“ Kokkonen sagte weiter, die Schüler hätten die Waffe des Angreifers als „langen Säbel“ beschrieben.

Wenige Gewaltverbrechen in Finnland

Ministerpräsident Rinne reagierte betroffen. Die Tat in Kuopio sei „schockierend und absolut verwerflich“, erklärte er. Gewaltverbrechen kommen in Finnland relativ selten vor. Allerdings erlebte das 5,4-Millionen-Einwohner-Land seit der Jahrtausendwende bereits zwei tödliche Angriffe in Schulen. 2007 tötete ein 18-Jähriger sieben Schüler sowie die Direktorin einer Oberschule in Tuusula nördlich der Hauptstadt Helsinki. Anschließend nahm er sich selbst das Leben. Im September 2008 tötete ein junger Mann zehn Menschen in einer Berufsschule im westfinnischen Kauhajoki und beging danach ebenfalls Suizid.