Gewaltverbrechen in Hanau Ermittler finden Bekennerschreiben und Video zu Bluttat mit elf Toten

Von red/dpa 

Ein nach den tödlichen Schüssen in Hanau als tatverdächtig gesuchter Mann ist tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Jetzt haben die Ermittler ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden.

Ein schweres Gewaltverbrechen hat Hanau erschüttert. Foto: AFP/YANN SCHREIBER 7 Bilder
Ein schweres Gewaltverbrechen hat Hanau erschüttert. Foto: AFP/YANN SCHREIBER

Hanau/Berlin - Nach mehreren Gewalttaten mit vielen Toten in Hanau sind nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden worden. Beides werde nun ausgewertet, das Motiv sei noch unklar, hieß es am Donnerstagmorgen. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

In der hessischen Stadt waren am Mittwochabend neun Menschen an zwei verschiedenen Orten erschossen worden. Stunden nach dem Verbrechen entdeckte die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen in seiner Wohnung. Dort fanden Spezialkräfte auch noch eine weitere tote Person. „Aktuell gibt es keine Hinweise auf weitere Täter“, berichtete die Polizei am frühen Donnerstagmorgen auf Twitter. Die Bundesregierung reagierte bestürzt auf das Verbrechen. Die ersten Schüsse fielen den Ermittlern zufolge gegen 22.00 Uhr.

Bundesregierung drückt Anteilnahme aus

„Die Gedanken sind heute Morgen bei den Menschen in #Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstagmorgen auf Twitter. „Tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Familien, die um ihre Toten trauern“, fügte er hinzu. Seibert äußerte die Hoffnung, dass die Verletzten bald wieder gesund werden.

Auch der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) zeigt sich in einer Sondersendung von „Bild live“ erschüttert über die Gewalttaten. „Das war ein furchtbarer Abend, der wird uns sicherlich noch lange, lange beschäftigen und in trauriger Erinnerung bleiben.“




Unsere Empfehlung für Sie