Gewerbegebiet Gaisburg Im Osten entsteht ein neuer Einkaufsmarkt

Kennzeichen des Neubaus wird die markante Holzdachkonstruktion sein. Foto: Jürgen Brand
Kennzeichen des Neubaus wird die markante Holzdachkonstruktion sein. Foto: Jürgen Brand

Im Gewerbegebiet Gaisburg entsteht zurzeit ein Neubau für das Frischeparadies. Das bisherige Gebäude in Bad Cannstatt ist zu klein geworden, die Fläche im Neubau ist dreimal so groß. Die Eröffnung ist für 1. Juni 2016 geplant. Auch Privatkunden werden dort einkaufen können.

Lokales: Jürgen Brand (and)
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S-Ost - Der Stadtteil Gaisburg und damit der gesamte Stuttgarter Osten und vor allem auch die umliegenden Stadtbezirke am Neckar bekommen einen großen neuen Lebensmittelmarkt. An der Ulmer Straße im Gewerbegebiet Gaisburg wird zurzeit ein neuer Frischeparadies-Markt gebaut, in dieser Woche ist Richtfest gefeiert worden. Das Besondere dabei: der normalerweise vor allem auf Großhandelskunden aus der Gastronomiebranche ausgerichtete Markt hat auch eine Einzelhandelszulassung, jeder wird dort einkaufen können. Die Eröffnung ist für 1. Juni kommenden Jahres geplant.

Das Gebäude in Bad Cannstatt ist zu klein

Zurzeit verkauft die Stuttgarter Frischeparadies-Niederlassung ihre Waren noch auf der anderen Seite des Neckars, im Gebäude an der Benzstraße hinter der Schleyerhalle in Bad Cannstatt. Dort läuft allerdings der Mietvertrag aus, außerdem ist der Markt dort noch vor allem für Gastronomiekunden konzipiert. Vor allem durch das Wachstum im Privatkundengeschäft reicht die Flächen dort nicht mehr aus. „Wir platzen aus allen Nähten”, sagt Stephanie Klause, die zusammen mit Stefan Hagge den Stuttgarter Betrieb leitet.

Deswegen ist der Neubau auch konsequent auf Vergrößerung und Wachstum ausgerichtet. Die zur Verfügung stehende Fläche wird von bisher 1000 auf künftig 3000 Quadratmeter vergrößert, die Zahl der Mitarbeiter wird von bisher 60 auf künftig 80 steigen, das Warenangebot wird von 8000 auf 12 000 Produkte erweitert. Etwa 70 Prozent der Waren wird aus dem Frischesegment kommen, ein Schwerpunkt liegt entsprechend den Firmenwurzeln des einstigen „Fisch Moll“ auf Frischfisch. Neu im Angebot in dem einer Markthalle nachempfundenen Neubau werden eine Schinken- und eine Käsetheke sein. Ein Bistro soll sich zu Treffpunkt für die Kunden entwickeln. In den Neubau werden 14 Millionen Euro investiert, drei Millionen Euro hat das Grundstück gekostet.

Wachstum im Privatkundengeschäft

Von Stuttgart aus werden Kunden in ganz Baden-Württemberg beliefert. Nach Angaben der Betriebsleiter wird das Liefergebiet von der Schweizer Grenze, dem Bodensee, Heidenheim, Heidelberg und Mannheim begrenzt. Täglich sind 15 Lieferfahrzeuge unterwegs. In Stuttgart macht das Frischeparadies einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die größte Niederlassung in Berlin erzielt 35 Millionen Euro Umsatz.

Für die Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren sind vor allem die Privatkunden von Bedeutung. Dietmar Mükusch, der Geschäftsführer der Frischeparadies-Gruppe, sagt, dass es im Privatkundengeschäft zuletzt zweistellige Wachstumsraten gegeben habe. Das Gastronomiegeschäft dagegen entwickle sich schleppend, weil immer neue Auflagen wie beispielsweise der Mindestlohn die Branche belasten würden.

Bei der Grundsteinlegung für den Neubau Mitte Juli war die Frischeparadies KG noch ein Tochterunternehmen der Oetker-Gruppe gewesen. Inzwischen hat Transgourmet mit Sitz in Mainz die Frischeparadies-Gruppe übernommen. Transgourmet ist nach eigener Beschreibung „Spezialist für die Belieferung von Großverbrauchern in Hotellerie, Gastronomie, Betriebsverpflegung und sozialen Einrichtungen“.




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