Gewichtheben: SV Fellbach Dritte Niederlage für den Oberligisten

Das Team des SVF – hinten von links: Denis Czech, Betreuer Ion Jubirca, Luca Bützberger, Martin Bohl, Elisabeth Harkness, Melanie Patz, Abteilungsleiterin Olivia Weissbeck und Nicklas Katzer. Vorn von links: Shiho Jäger, Bianca Bantel und Trainer Laszlo Szabo Foto: Michael Käfer

Die Gewichtheber des SV Fellbach haben gegen ihre einstigen Teamkollegen vom SV Magstadt mit 376,0:460,2 Relativpunkten das Nachsehen.

Gegen die Gewichtheberauswahl des SV Fellbach sind die Mannschaften der Oberliga offenbar besonders motiviert. Bei zwei der bislang drei verlorenen Kämpfe hoben die jeweiligen Opponenten ihre bis heute gültige Saisonbestmarke. Das gilt auch für den SV Magstadt, dessen gastgebende Auswahl vor zwei Jahrzehnten mit dem SV Fellbach in einer Zweitliga-Hebergemeinschaft verbunden war und am Samstag deutlich mit 460,2:376,0 Relativpunkten siegte.

 

Bestmarke für Nicklas Katzer

„Es ist erwartungsgemäß gelaufen. Wir haben sogar eine Saisonbestleistung aufgestellt“, sagte SVF-Trainer Laszlo Szabo, der einerseits die Niederlage einkalkuliert hatte, andererseits aber deutliche Lichtblicke erkannte. Einer davon war einmal mehr Nicklas Katzer, der sich in starker Form präsentierte und 99 Punkte erkämpfte. Mit 285 Kilogramm hob er nicht nur eine Bestmarke und zudem die schwerste Zweikampflast des Abends. Der 26-Jährige deutete bei seinem nur knapp ungültigen Reißversuch von 130 Kilogramm auch weitere Steigerungsmöglichkeiten an. Damit gehört der Athlet des SV Fellbach bei den in knapp drei Wochen in Böbingen ausgetragenen deutschen Meisterschaften zu den Medaillenkandidaten: Lediglich zwei Heber stehen mit höheren Lasten in der Klasse bis 94 Kilogramm auf der Meldeliste.

Der Trainer schaut optimistisch in die Zukunft

Einen starken Auftritt hatte am Samstag auch Shiho Jäger, die 79 Punkte erreichte. Zudem näherte sich der längere Zeit erkrankte deutsche Jugendmeister Luca Bützberger wieder seiner Normalform an und erreichte 77 Punkte.

Angesichts etlicher beim Auftritt in Magstadt noch verhinderter Heber, blickt Laszlo Szabo dem weiteren Saisonverlauf mit Optimismus entgegen. Ob es bereits beim Heimkampf am Samstag, 6. Dezember (18 Uhr, Zeppelinhalle), zu einem Sieg reichen wird, bleibt abzuwarten. „Aber da können wir wahrscheinlich schon mehr als 400 Punkte machen“, sagt Laszlo Szabo. Für die zweite Saisonhälfte haben sich bereits mehrere Zugänge angesagt. Zudem hofft Szabo auf Rückkehrer wie Maurice Meister und Elisabeth Harkness. Oder auch auf den ehemaligen deutschen Rekordhalter Ion Jubirca, dessen Zusage aber noch nicht sicher ist.

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