Hanns Günthers Nebenberuf ist, für andere die richtigen Worte zu finden. Er ist Ghostwriter und schreibt Reden zu Hochzeiten, Geburtstagen, Firmenjubiläen oder auch Beerdigungen. Eines würde er aber nie tun.

Filder-Zeitung: Leonie Schüler (lem)

Die Zuhörer lachen und applaudieren über die gelungene Rede – und der Verfasser der Zeilen sitzt zu Hause und bekommt nichts davon mit. „Ghostwriter zu sein ist nichts für Selbstverliebte“, sagt Hanns Günther. „Man muss es aushalten, dass andere sich mit den eigenen Federn schmücken.“ Er selbst habe kein Problem damit, der Autor von etwas zu sein und nie genannt zu werden; er finde das sogar witzig.