Das Auswärtige Amt schlägt teilweise Alarm für Reisende Richtung Österreich und Italien – das sind die aktuellen Hinweise, die man jetzt im Auge behalten sollte.
Wer in den kommenden Tagen die Koffer packt und sich auf den Weg Richtung Süden macht, reibt sich beim Blick in die Nachrichten besorgt die Augen: „Sogar das Auswärtige Amt warnt!“ heißt es in den Medien. Doch droht Urlaubern in Österreich wirklich Gefahr? Müssen wir Reisepläne absagen?
Hier kommt die Entwarnung – und gleichzeitig ein dringender Hinweis, der sich nicht auf Zwischenfälle mit Kühen bezieht, auch wenn es kürzlich ein erschreckendes Ereignis auf einer Weide gegeben hat.
Reisewarnung für Österreich?
Um es direkt vorwegzunehmen: Es gibt keine Reisewarnung wegen politischer Unruhen oder Sicherheitsrisiken für die Alpenrepublik. Das Land ist nach wie vor ein unproblematisches Reiseziel.
Bei der aktuellen Meldung des Auswärtigen Amtes handelt es sich vielmehr um einen dringenden Reise- und Verkehrshinweis für Österreich. Grund dafür ist keine Gefahr für Leib und Leben, sondern ein drohendes, massives Verkehrschaos auf einer der wichtigsten Urlaubsrouten Europas: dem Brennerpass.
Stichtag 30. Mai: Nadelöhr am Brenner
Hintergrund der Warnung ist eine angekündigte Protestaktion von Anwohnern mitten in den Pfingstferien. Am Samstag, 30. Mai 2026, wird die Transitroute über die Alpen komplett lahmgelegt.
Was ist am Brenner gesperrt?
Die A13 Brennerautobahn wird zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner in beide Fahrtrichtungen komplett dichtgemacht.
Wann wird der Brenner gesperrt?
Für den Autoverkehr gilt die Sperrung von 11 Uhr bis 19 Uhr. Lastwagen dürfen sogar schon ab 9 Uhr nicht mehr fahren.
Gibt es Ausweichrouten am Brenner?
Nein, und das ist das große Problem. Die lokalen Behörden sperren im selben Zeitraum auch die Brennerstraße (B182) und die Ellbögener Straße (L38e) für den Durchgangsverkehr, um ein Verkehrschaos in den Dörfern zu verhindern.
Reiseplanung für Österreich-Autobahnen (Asfinag)
Rund 40.000 Autofahrer sind laut Berichten von der Blockade betroffen. Da der 30. Mai mitten in die reisestarken Pfingsttage fällt, ist die Sorge vor einem beispiellosen Stau-Kollaps extrem groß. Wer an diesem Tag Richtung Innsbruck oder weiter nach Italien reisen möchte, sitzt unweigerlich in der Falle – es gibt nur sehr weiträumige Ausweichrouten wie etwa über den Gotthard oder den San Bernardino.
Reisetipps für Österreich
- 30. Mai meiden: Wenn es irgendwie geht, sollte man die Fahrt umplanen - entweder ein paar Tage früher anreisen oder die Fahrt auf die Nacht und den Folgetag verschieben.
- Brenner umfahren: Wer nach Italien will, sollte alternative Routen (wie die Tauernautobahn oder Routen durch die Schweiz) prüfen – allerdings dürften auch diese Strecken wegen des Ausweichverkehrs extrem belastet sein.
- Informiert bleiben: Vor der Abfahrt die Apps der Automobilclubs (wie ADAC, und ÖAMTC) oder den Autobahn-Reisezeitplaner der Asfinag nutzen.
Österreich bleibt sicher, verlangt Autofahrern Ende Mai aber extrem starke Nerven ab. Man sollte die Route klug planen und auch genug Nervennahrung und Getränke einpacken.
Reisehinweise für Österreich – aber keine Reisewarnung für Dubai
Als besonders treffsicher haben sich die Reisehinweise und Reisewarnungen von Außenminister Johann Wadephul in letzter Zeit übrigens nicht erwiesen – dafür als gut gemeint und ziemlich bemutternd. So warnte das Auswärtige Amt zu Ostern unter anderem vor einem Streik auf Mallorca, der dann abgesagt wurde.
Für Dubai, wo es aktuell wegen Kriegsgefahr mit dem Iran akut gefährlich ist, wurde die offizielle Reisewarnung dagegen aufgehoben. Damit entfallen für (Transit-)Urlauber auch kostenlose Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten.