Giovanni Zarrella im Milaneo Italienische Charmeoffensive

Von Christoph Kutzer 

Der deutsch-italienischer Musiker und Fernsehmoderator Giovanni Zarrella stellte am Samstagnachmittag im Stuttgarter Milaneo sein neues Album vor. Der gebürtige Hechinger schickte Luftküsschen ins Publikum und traf alte und neue Fans.

Am Samstagnachmittag präsentiert er im Milaneo sein neues Album „La vita è bella. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt 5 Bilder
Am Samstagnachmittag präsentiert er im Milaneo sein neues Album „La vita è bella. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Stuttgart - Primark-Tüten lehnen an der Brüstung, Kinder drücken sich die Nasen an der Verglasung platt, Mütter und Töchter stehen gemeinsam Schlange. Rund 60 Neugierige, alte Bro’Sis-Hörerinnen und neue Verehrer haben sich versammelt, denn Giovanni Zarrella hat sich angekündigt. Am Samstagnachmittag präsentiert er im Milaneo sein neues Album „La vita è bella“.

Zunächst gilt es allerdings eine halbstündige Verspätung zu überbrücken. Er sei an der Schweizer Grenze aufgehalten worden, entschuldigt sich der gebürtige Hechinger und bietet all seinen Charme auf, um die Leute, vorwiegend Frauen und Mädchen, in Stimmung zu bringen. Während der italienischen Fassung des Münchener Freiheit-Hits „Ohne Dich“ schickt er Luftküsschen ins Publikum, winkt und lacht. Schon singen die ersten mit. Miriam (15) studiert derweil ihr Smartphone. „Ich wusste gar nicht, wer das ist“, erklärt sie. „Ich habe nur gesehen, dass hier etwas los ist und bin stehen geblieben. Jetzt musste ich doch mal eben nachsehen.“

Die Fans sind begeistert

Einige sind wegen der Musik gekommen, wie die Dame, die bei „Santa Maria“ versonnen mitsummt. Andere finden es spannend, jemanden, der immer wieder im Fernsehen auftaucht einmal live zu erleben. Lebendig ist der auf drei Songs begrenzte Auftritt tatsächlich. Spontan holt Zarrella eine Mutter mit Knirps auf dem Arm hinter die Absperrung zum Glasprisma im EG2. Auch bei der anschließenden Foto- und Signiersession nimmt er sich für jeden ein bisschen Zeit. Die Fans sind begeistert. Selbst beim skeptischen Zaungast Jan (19) kann er Sympathiepunkte verbuchen. „Wolfgang Petry auf Italienisch brauche ich echt nicht“, brummelt er. „Aber nett ist der Kerl ja irgendwie schon.“

Sonderthemen