Girls’ Day und Boys’ Day Ein Zukunftstag für Mädchen und Jungen

Am Girls’ Day schnuppern Mädchen auch in Technik-Berufe. Hier demonstriert KFZ-Meister Mathias Müller im Handwerkerbildungszentrum der Handwerkskammer (HWK) in Rostock sein Handwerk. Foto: dpa
Am Girls’ Day schnuppern Mädchen auch in Technik-Berufe. Hier demonstriert KFZ-Meister Mathias Müller im Handwerkerbildungszentrum der Handwerkskammer (HWK) in Rostock sein Handwerk. Foto: dpa

Am Girls’ Day und Boys’ Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schüler- und Schülerinnen ab der 5. Klasse. Der Aktionstag am 28. April bietet die Möglichkeit, den Nachwuchs frühzeitig für bestimmte Berufsfelder zu interessieren.

Wirtschaft: Thomas Thieme (tht)
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Stuttgart - Kann ein junges Mädchen Mechanikerin werden oder ein Junge Erzieher? Am Donnerstag (28. April) dürfen sich wieder zahlreiche Jungen und Mädchen in Berufsfeldern ausprobieren oder informieren, die gemeinhin, aber nicht mehr zeitgemäß, als typisch männlich oder typisch weiblich bezeichnet werden. Zum bundesweiten Girls’ Day öffnen Betriebe, Unternehmen und Hochschulen ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse: Die Mädchen schnuppern in Ausbildungsberufe und Studiengänge aus Technik und Informatik, aus Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in Handwerkberufe hinein. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen. Junge Männer erproben sich zur gleichen Zeit beim Boys’ Day in den Bereichen Pädagogik, Soziales, Erziehung, Pflege sowie medizinische Versorgung.

Eltern sollen gemeinsam mit ihren Kindern über untypische Berufe nachdenken

Für die Unternehmen bietet sich dabei die Gelegenheit, junge Menschen für bestimmte Berufe zu begeistern, in denen Fachkräftemangel bereits vorherrscht oder zumindest droht. Auch die Eltern sollen am Aktionstag ermuntert werden, gemeinsam mit ihrer Tochter oder ihrem Sohn über untypische Berufe nachzudenken und ihren Kindern so zusätzliche berufliche Perspektiven zu eröffnen. „Viele junge Menschen stehen vor der großen Herausforderung, sich mit der Thematik Berufs- und Studienwahl auseinanderzusetzen. Um sie bei dem entscheidenden Prozess der Berufswahlentscheidung künftig noch besser unterstützen und beraten zu können, setzen wir auf eine Weiterentwicklung unserer Berufsberatung – hin zu einer lebensbegleitenden und ganzheitlichen beruflichen Beratung für junge Menschen, die bereits ab den achten Klassen in allen allgemeinbildenden Schulen ansetzt“, teilt Detlef Scheele, Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg, zum diesjährigen Girls’ Day mit.

Seit 2011 findet parallel zum bundesweiten Girls’ Day auch ein Boys’ Day statt

In Deutschland wird der Girls’ Day seit 2002 veranstaltet. Seit 2011 findet parallel zum Girls’ Day auch ein bundesweiter Boys’ Day statt, der die Rollenstereotype für Jungen aufbrechen soll. Im vergangenen Jahren beteiligten sich bundesweit 103 000 Schülerinnen an knapp 9500 Veranstaltungen in Unternehmen, Hochschulen und anderen Institutionen. Die Aktion ist eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Die bundesweite Koordinierungsstelle für den Girls’ Day ist beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. angesiedelt.

Alle Aktionen der Arbeitsagenturen vor Ort und weitere Informationen zum 28. April unter www.girls-day.de und www.boys-day.de

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