Glosse Plätscher

Hohe Haltungsnoten: Klaus Töpfer bei seinem Sprung Foto: dpa
Hohe Haltungsnoten: Klaus Töpfer bei seinem Sprung Foto: dpa

Manche Politiker schwimmen, bis sie baden gehen. Auch die Stuttgarter Grünen zieht’s ins Wasser. Grund genug für Thomas Braun eine Geschichte badender Politiker vorzulegen.

Stuttgart - Manchmal gehen Politiker baden – weil ihre Politik beim Wähler nicht ankommt. Manchmal zieht es sie aber auch ins kühle Nass, weil sie beim Volk punkten wollen. Schon Mao Tse-tung stürzte sich mit über 70 in den Yangtse, um seine körperliche Vitalität zu demonstrieren. Der frühere Verteidigungsminister Rudolf Schaping (SPD) ließ sich aus dem selben Grund beim Planschen mit seiner Lebensgefährtin und heutigen Gattin Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg, geborene Paul, ablichten – der Schuss ging bekanntlich nach hinten los.

Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) durchquerte einst im Ganzkörper-Neoprenanzug den Rhein, um dessen Wasserqualität zu demonstrieren – und überlebte. Seine Parteifreundin Tanja Gönner (CDU) wiederum demonstrierte im Bikini für Stuttgart 21 – ihr Bekenntnisinterview mit der Bild-Zeitung fand im Mineralbad Leuze statt.

Weil der Kommunalwahlkampf bisher so dröge dahinplätschert, wollen auch die Stuttgarter Grünen nicht länger auf dem Trockenen sitzen und laden zum „Anbaden“ ins Mineralbad Berg. Wahlkämpfende Stadträte der einstigen Latzhosenpartei in Badehose und Bikini: gegen den Strom schwimmen sieht jedenfalls anders aus. Ob die Grünen damit am 25. Mai Oberwasser haben, das weiß Neptun allein.




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