Gökay Sofuoglu in Stuttgart Türkische Gemeinde begrüßt Rücktritt von AfD-Rechtsaußen Poggenburg

Von red/AFP 

Die Türkische Gemeinde begrüßt den Rücktritt von André Poggenburg nach dessen „Kümmelhändler“-Rede. An der Forderung strafrechtlicher Konsequenzen hält ihr Vorsitzender Gökay Sofuoglu aber fest.

Volksverhetzende Aussagen müssen im deutschen Rechtsstaat Konsequenzen haben, sagt Gökay Sofuoglu. Foto: dpa
Volksverhetzende Aussagen müssen im deutschen Rechtsstaat Konsequenzen haben, sagt Gökay Sofuoglu. Foto: dpa

Berlin - Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat den Rücktritt des AfD-Politikers André Poggenburg als Landes- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt begrüßt. „Volksverhetzende Aussagen müssen in unserem Rechtsstaat Konsequenzen haben“, erklärte der TGD-Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu am Donnerstag in Berlin. Allerdings habe es von der Parteibasis und -spitze „nahezu keine inhaltliche Kritik an Poggenburgs Aussagen“ gegeben, kritisierte er.

Die TGD erwarte neben dem Rücktritt auch strafrechtliche Konsequenzen für Poggenburg, der die türkische Gemeinde in Deutschland bei einer Rede am Aschermittwoch als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ bezeichnet hatte. Der Verband hatte selbst Strafanzeige gegen Poggenburg gestellt.

Auch die Besucher sollen strafrechtlich verfolgt werden

Auch die Besucher der Veranstaltung hätten sich „aktiv und lauthals mit den Rufen nach ‚Abschieben, Abschieben’ an der Volksverhetzung beteiligt, auch für sie erwarte der TGD strafrechtliche Konsequenzen. Der Bundesvorstand der AfD hatte ihn wegen der Rede abgemahnt. Poggenburg selbst wies die Kritik an seinen Äußerungen als “Stimmungsmache„ zurück.