Göppingen Feuerwehrchef wird verdächtigt

Von eas 

Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kommandanten der Göppinger Feuerwehr Harald Knobloch. Der 48-Jährige sieht sich Vorwürfen der Untreue und des Betrugs gegenüber.

Bislang wollte sich der Kommandant Harald Knobloch und die Stadt nicht zu den Vorwürfen äußern. Foto: dpa
Bislang wollte sich der Kommandant Harald Knobloch und die Stadt nicht zu den Vorwürfen äußern. Foto: dpa

Ob sich die Verdachtsmomente bestätigen oder eben nicht, wird sich zwar erst noch zeigen müssen. Fest steht allerdings, dass die Augsburger Staatsanwaltschaft schon seit einiger Zeit gegen den Kommandanten der Göppinger Feuerwehr, Harald Knobloch, ermittelt. Der 48-Jährige sieht sich Vorwürfen der Untreue und des Betrugs gegenüber. Demnach soll es in seiner Zeit bei der Berufsfeuerwehr Augsburg zu Unregelmäßigkeiten bei mehreren Beschaffungen gekommen sein. Knobloch war dort als Sachgebietsleiter für Fahrzeuge und Geräte mit für diesen Bereich zuständig.

Unterlagen und Dokumente wurden beschlagnahmt

Welche Taten dem Beschuldigten und einigen seiner früheren Kollegen vorgehalten werden, und um welche Dimensionen es dabei geht, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Allerdings liege ein Anfangsverdacht vor, so dass es in dieser Woche zu Hausdurchsuchungen gekommen sei. Diese wurden sowohl in Göppingen, in den Dienst- und in den Privaträumen Knoblochs, als auch bei der Augsburger Feuerwehr durchgeführt. Unterlagen und Dokumente, so die Staatsanwaltschaft, seien beschlagnahmt worden. Knobloch selbst, der nach wie vor seinen Dienst als Kommandant in der Hohenstaufenstadt versieht, wollte sich zu dem schwebenden Verfahren bis jetzt ebenso wenig äußern, wie die Göppinger Stadtverwaltung. Allerdings will man im Rathaus natürlich gerne wissen, worum es überhaupt geht und was dem erst seit dem 1. März dieses Jahres tätigen Kommandanten zur Last gelegt wird.

Dass die Feuerwehr in Göppingen mit der Besetzung ihrer Kommandantenstelle in den vergangenen Jahren allzu großes Glück gehabt hätte, kann indes nun wirklich nicht behauptet werden. Knoblochs Vorgänger Armin Becker trat nach noch nicht einmal zwei Jahren eine andere Stelle an, nachdem zuvor Guntram Vollmer wegen interner Streitereien seinen Dienst quittiert hatte. Immer wieder gab es Vertretungs- und Interimslösungen, ehe mit Knobloch Ruhe hätte einkehren sollen.




Veranstaltungen

Unsere Empfehlung für Sie