Göppingen ist startklar Autokino feiert am Donnerstag Premiere

Von StZ 

Nach langer Planung werden an der EWS-Arena in Göppingen nun Filme gezeigt. Dank einer Partnerschaft mit den Staufer Festspielen Göppingen könnten auch Kultur, Kunst und Musik das Angebot erweitern – sogar an Gottesdienste denken die Veranstalter.

Auf der 60 Quadratmeter großen LED-Wand des Autokinos sollen auch Kunst und Musik zum Zug kommen. Foto: Staufenpress
Auf der 60 Quadratmeter großen LED-Wand des Autokinos sollen auch Kunst und Musik zum Zug kommen. Foto: Staufenpress

Göppingen - Das Göppinger Autokino zeigt heute zum Auftakt den Film „Joker“. Wie auch in anderen Orten der Region haben die Veranstalter es nach gut sechs Wochen Vorbereitung geschafft: Alle Genehmigungen sind da, die Leinwand steht und der Ton kommt per UKW aus dem Autoradio. Bis dahin war es ein langer Weg. Als die Macher, Kasra Malek, Veranstaltungsmanager der EWS-Arena, Roger Kortus, Geschäftsführer der Filstalwelle und Veranstaltungsmanager Uwe Hanselmann kurz nach dem Corona- Lockdown gemeinsam den Entschluss fassten, das Projekt in Angriff zu nehmen, suchten sich weitere Partner. Die Ersten waren dann auch schnell gefunden. Jens Feth und Michael Häuser, Geschäftsführer von „hippo data“ aus Salach, hatten die 60 Quadratmeter LED-Wand „herumstehen“. Denn ihre Firma, die sonst im internationalen Reitsport tätig ist, war ebenso von der Absage sämtlicher weltweiten Großveranstaltungen betroffen.

Firmen aus der Region unterstützten das Projekt

Viele Telefongespräche, Mails und tagelange Recherche im Internet brachten die Macher ihrem Ziel langsam näher, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Neben allen nötigen Genehmigungen, die die Stadt Göppingen erteilen musste, waren auch Anträge bei der Landesmedienanstalt und bei der Bundesnetzagentur zu stellen, damit eine UKW- Frequenz zur Verbreitung des Kino-Tons zugeteilt werden konnte. „Nachdem wir die Genehmigungen der Bundesnetzagentur hatten und uns die UKW-Frequenz 94.0 MHz zugeteilt wurde, ging es als nächstes darum, jemanden zu finden, der uns einen UKW-Sender nach allen Vorgaben der Bundesnetzagentur zur Verfügung stellen und in Betrieb nehmen kann“, betont Roger Kortus. „Auch hier hat uns wieder eine befreundete Firma aus der Region unterstützt“, ergänzt Kortus.

Der UKW-Sender inklusive der nötigen Antenne kommt von Funktechnik-Profi Peter Schmidt, von der Firma Tunnelkom in Eschenbach. Damit der Ton aber im Radio auch gut klingt, muss der Filmton erst mal technisch aufbereitet werden. Hier war Oliver Schwarz, vom lokalen Radiosender Radio fips sofort hilfsbereit und stellt die dazu nötige Technik. „Ohne die vielen lokalen Firmen, die uns alle extrem unterstützen, wäre das Projekt gar nicht möglich gewesen“, sagt Kasra Malek.

Auch Kunst und Kultur könnten eine Rolle spielen

„Chef auf dem Platz“ ist der im Landkreis Göppingen durch den „Filstalrock“ bekannte Event-Veranstalter Uwe Hanselmann. Er kümmert sich darum, dass auf dem Kinogelände alles reibungslos klappt. Hanselmann und sein Team werden auch peinlich genau kontrollieren, ob die Corona-Regeln eingehalten werden und ob sich die Besucher ordentlich verhalten, betonen die Veranstalter.

Durch die kurz vor Veranstaltungsbeginn entstandene Partnerschaft mit den Staufer Festspielen Göppingen wird das Filmangebot um ein Programm aus den Bereichen Kultur, Kunst und Musik erweitert. Sogar Gottesdienste könne man sich als Teil des Programmablaufs vorstellen. Benjamin Beck, Mitglied der Geschäftsleitung der Staufer Festspiele. „Wir werden mit dem Format Autokino spielerisch umgehen und planen auch für Liebhaber des Musiktheaters sinnliche Formate.“