Serie Aufgetischt: Göppinger Trio Zum Platzhirsch kommt Werk Vier

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Mit Streetfood, Burger und schwäbischen Gerichten, aber auch feinen Törtchen und Kuchen lockt ein in Göppingen bekanntes Gastronomen-Trio ins Werk Vier.

Fabio Coppolino, Piergiovanni Damiano und Maximilian Provenzano wollen Bar und Restaurant im Werk Vier zu einem Erfolg machen. Foto: Horst Rudel
Fabio Coppolino, Piergiovanni Damiano und Maximilian Provenzano wollen Bar und Restaurant im Werk Vier zu einem Erfolg machen. Foto: Horst Rudel

Göppingen - Im Werk Vier in Göppingen dampft und brodelt es. Nach monatelangem Leerstand ist wieder Leben in das Lokal eingezogen, das mit seinem trendigen Industrielook besticht. Dieser raue Charme der ehemaligen Böhringer-Werkhalle hat gleich drei gestandene Gastronomen umgarnt: Fabio Coppolino, Piergiovanni Damiano und Maximilian Provenzano wollen zeigen, dass der Standort neben der Göppinger Markthalle als Restaurant und Bar funktioniert. Und über allem wacht Matthias Füchtner, der geschäftsführende Vorstand der Konsumgenossenschaft Göppingen und Betreiber der Markthalle.

In der Schauküche wird gebrutzelt

In der im Jahr 2015 eröffneten Edeka-Markthalle, für die das Industriegebäude bis auf das stählerne Gerüst entkernt wurde, möchte Füchtner vor allem regionale, handwerklich erzeugte Produkte wie das „steak number one“ anbieten: ein traditionell am Knochen gereiftes Rindfleisch, das im Werk Vier nebenan auch gern aus der Pfanne serviert wird. Und wer beim Brutzeln zusehen möchte, kann den Köchen von Werk Vier in der Schauküche auch über die Schulter blicken.

Denn das neue Gastronomentrio hat die Frontküche wieder unter Dampf gestellt. „Für uns ist das ein Traum“, schwärmt Maximilian Provenzano von den neuen Möglichkeiten in dem Lokal. Es umfasst einhundert Sitzplätze und wartet mit weiteren hundert auf der Terrasse auf. Maximilian Provenzano und Fabio Coppolino haben in Göppingen vor drei Jahren bereits mit dem „Platzhirsch“ neben dem Göppinger Sportverein Mut zu neuen Gastro-Ideen bewiesen und das ehemalige Vereinsheim in eine gelungene Mischung aus Sportsbar, Ausflugslokal und Restaurant verwandelt.

Streetfood, Burger und schwäbische Gerichte

Für das Werk Vier basteln die gestandenen Gastronomen, die außerdem ein Cateringunternehmen führen, an einem gastronomischen Konzept, das sich nach und nach entwickeln soll. „Wir lassen uns da Zeit und wollen schauen, was Göppingen gastronomisch gesehen fehlt“, sagt Provencano.

Neben wenigen schwäbischen Dauerbrennern – Stichwort: frische Maultaschen – stehen derzeit ein bunter Mix aus Street Food, Burgerspezialitäten, aber auch italienische Vorspeisen und vegane Gerichte auf der Karte. Ein Mittagstisch mit Gerichten unter zehn Euro ergänzt das Angebot. Und weil das Schulzentrum in der Öde nicht weit ist, gibt es überdies schnelle Gerichte zum Mitnehmen an dem neuen Kostbar-Kiosk.

Der Konditor lockt mit Cornettos, Törtchen und Kuchen

Der liegt gleich am Eingang, wo sich der Kunde entscheiden kann, ob er eine Tasse Cappuccino samt Cornetto ordern möchte oder gleich zum Einkaufen in die Markthalle abbiegt. Auf jeden Fall lohnt ein Blick auf die verlockenden Kuchen, Törtchen und Patisseriewaren, die Piergiovanni Damiano fertigt. Der Konditormeister, der bis zur Insolvenz 2014 das „Da Damiano“ am Spitalplatz und auch die Patisserie im „Eislinger Tor“ führte, konzentriert sich jetzt ausschließlich aufs Werk Vier. Gebacken wird in der großen Küche im Untergeschoss, in der auch hausgemachte Nudeln und Maultaschen gemacht werden.