Google Glass 2 Optimierte Datenbrille jetzt auch für Brillenträger

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Mit Google Glass 2 präsentiert der Suchmaschinenriese bereits die zweite Version seiner Datenbrille. Diese weist zwar einige Verbesserungen auf, bleibt aber weiterhin einem exklusiven Nutzerkreis vorenthalten.

Google bringt seine Datenbrille „Google Glass“ noch im November in einer überarbeiteten Version auf den Markt. Diese kann laut Angaben des US-Konzerns mit allen „verschreibungspflichtigen“ Brillenrahmen verwendet werden und verfügt über einen In-Ear-Mono-Kopfhörer. Foto: Google 16 Bilder
Google bringt seine Datenbrille „Google Glass“ noch im November in einer überarbeiteten Version auf den Markt. Diese kann laut Angaben des US-Konzerns mit allen „verschreibungspflichtigen“ Brillenrahmen verwendet werden und verfügt über einen In-Ear-Mono-Kopfhörer. Foto: Google

Stuttgart - Der Suchmaschinenriese Google bringt noch in diesem Jahr eine überarbeitete Version seiner Datenbrille Google Glass auf den Markt. Google Glass 2 unterscheidet sich vom Vorgängermodell vor allem in zwei Punkten: der Kompatibilität mit normalen Brillenrahmen und dem Monokopfhörer für akustisches Feedback.

Mini-Computer auf der Nase

Das „Glass“ in „Google Glass“ steht im Englischen eigentlich gar nicht – wie oft vermutet – für „Brille“, sondern bezeichnet lediglich das Glasprisma, das die Informationen im Sichtfeld des Benutzers einblendet. Diese holt sich der Mini-Computer direkt aus dem Internet und kombiniert sie mit den von der integrierten Digitalkamera aufgenommenen Bildern. So kann Google Glass seinem Träger Informationen über das Objekt liefern, auf das er gerade blickt, oder ihm als Navigationssystem den Weg nach Hause weisen.

Seit Februar 2013 ist die erste Entwickler-Version von Google Glass für 1 500 US-Dollar (rund 1 100 Euro) verfügbar – allerdings nur für einige wenige auserwählte Nutzer mit Wohnsitz in den USA, die Teil von Googles „Glass Explorer Program“ sind.

Mit Google Glass 2 beseitigt der US-Konzern eine der bislang größten Schwachstellen des Geräts: Die fehlende Kompatibilität mit herkömmlichen Brillengestellen. In der neuen Version können nun also auch Brillenträger das Gerät problemlos nutzen. Außerdem übermittelt ab sofort ein Monokopfhörer akustische Signale an den Träger – zuvor wurden dafür Vibrationen genutzt.

Google lässt weitere Beta-Tester zu

Wer bereits an Googles Explorer Program teilnimmt, soll noch im November die Möglichkeit bekommen, seine alte Datenbrille gegen das neue Modell einzutauschen. Einzelheiten will Google den jeweiligen Nutzern in den kommenden Wochen per E-Mail mitteilen.

Parallel zur Veröffentlichung von Google Glass 2 weitet das US-Unternehmen das Glass-Programm aus: Jeder Beta-Tester darf bis zu drei seiner Freunde in das exklusive Explorer Program einladen. Dadurch erhofft sich der Konzern wertvolle Informationen, die zur Weiterentwicklung von Google Glass benötigt werden.

Mit der Markteinführung einer massenmarkttauglichen Version der Datenbrille ist nicht vor 2014 zu rechnen.