Gottfried Hattinger kuratiert „Rückzugsorte“ Kulturregion Stuttgart stellt künstlerischen Leiter vor

2016 bespielte die Kulturregion Stuttgart mit dem  Lichtkunstfestival „Aufstiege“ auch die Treppe zum Stuttgarter Eugensplatz. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
2016 bespielte die Kulturregion Stuttgart mit dem Lichtkunstfestival „Aufstiege“ auch die Treppe zum Stuttgarter Eugensplatz. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Ob Platzverführung oder das Lichtkunstfestival „Aufstiege“: Die Kulturregion Stuttgart setzt immer wieder Akzente. Das nächste Großprojekt „Rückzugsorte“ kuratiert der Österreicher Gottfried Hattinger.

Stuttgart - „Rückzugsorte“ heißt das neue Großprojekt der Kulturregion Stuttgart; die sich im steten Wandel befindende Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit in einer immer transparenter werdenden Gesellschaft steht dabei im Mittelpunkt. Nun hat die Kulturregion Stuttgart einen renommierten Kurator für ihr Vorhaben gefunden: Der Österreicher Gottfried Hattinger war bereits künstlerischer Leiter diverser großer Festivals (u.a. Ars electronica, Steirischer Herbst, Spielart Festival München). Von 2011 bis 2017 leitete er das Festival der Regionen in Oberösterreich. Hattinger wurde 1950 im oberösterreichischen Geboltskirchen geboren und absolvierte die Kunstschule Linz. Er konzipiert und gestaltet Festivals, Zyklen und Ausstellungen – mit Vorliebe in Zwischengebieten der zeitgenössischen Kunst und Kultur, Performance und Theater, Bildenden Kunst, Klangkunst und Musik, alten und neuen Medien.

An der Grenze zwischen privat und öffentlich

Mit ihrem Projekt 2020 unter dem Arbeitstitel „Rückzugsorte“ untersucht die Kulturregion Stuttgart die sich wandelnde – oder sich sogar auflösende – Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit in einer immer transparenter werdenden Gesellschaft. In diesem Spannungsfeld setzt das Projekt künstlerische Impulse und kreiert grenz- und disziplinüberschreitende Auseinandersetzungsformen. Gottfried Hattinger wird Künstlerinnen und Künstler aus allen Genres einladen, sich mit wichtigen aktuellen Fragen – z.B. der Überwachung im öffentlichen Raum, dem Datenklau, den soziale Medien und der ständigen Verfügbarkeit sowie den Strategien des Rückzugs und der Schaffung von Freiräumen – zu beschäftigen.

„Als Ergebnis stellen wir uns ein breit gefächertes, humorvolles, etwas schräges Festival auf hohem künstlerischen Niveau vor, das auf leichtfüßige Weise die aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen ins Bewusstsein bringt“, macht Gottfried Hattinger auf spannende Kunstbegegnungen Hoffnung. Er freue sich auf zahlreiche Mitwirkung und inspirierende Dialoge.




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