Greening Stuttgart Ein Garten im Kleinformat

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Studenten der Universität Stuttgart bauen aus gespendeten Holzpaletten Hochbeete. Diese sollen bepflanzt werden und den Campus verschönern. Jeder, der Lust hat zu gärtnern, darf mitmachen.

Taalke Wolf (Zweite von rechts) und ihre Kommilitonen bauen Hochbeete. Foto: Rebecca Stahlberg
Taalke Wolf (Zweite von rechts) und ihre Kommilitonen bauen Hochbeete. Foto: Rebecca Stahlberg

Vaihingen - Bei strahlendem Sonnenschein sägen, hämmern und schrauben gut ein Dutzend Studierende voller Elan auf der Wiese rund um das Studentenwohnheim Bauhäusle. Sie bauen Hochbeete aus Holzpaletten, die der Stuttgarter Großmarkt gespendet hat. Initiator der Aktion ist die Hochschulgruppe Greening Stuttgart. Deren Ziel ist es, auf dem Campus einen Mitmach-Garten anzulegen. Da die Suche nach einem festen Ort auf dem Uni-Campus bislang noch nicht erfolgreich war, haben sich die Studenten überlegt, die Hochbeete zu bauen, zu bepflanzen und nahe der Mensa aufzustellen.

„Wir wollten auf jeden Fall, dass die Sache in dieser Saison noch in Gang kommt“, sagt die Projektleiterin Taalke Wolf. Denn nun sei die Zeit zum Einsäen und Pflanzen. Doch dafür braucht es einen Ort – die Idee mit den Hochbeeten war geboren. „Sollten wir doch noch eine Fläche bekommen, kann man diese problemlos mit dem Gabelstapler dort hin bringen“, sagt sie. Diesen könne man vom Heizkraftwerk der Uni umsonst ausleihen.

Die Komponenten sind größtenteils gespendet

Als Unterbau für die Hochbeete dienen Europaletten, die sie ebenfalls kostenlos bekommen haben. Der Studiengang Verpackungstechnik der Hochschule der Medien hat Folienreste gespendet, die Wilhelma überließ den Studenten Gestrüpp und Sand. Das dient als Unterlage, darauf kommt Erde. Die wiederum bekommen die Hobby-Gärtner von einer nahen Baustelle auf dem Uni-Campus. Dort hatte die Wilhelma, die sich um die Grünflächen der Universität kümmert, vor nicht allzulanger Zeit frische Muttererde eingebracht.

Einige Pflanzen haben die Studenten bereits vorgezogen, auch dafür haben sie kein Geld ausgegeben, die Samen kamen aus Eigenbestand. Ihre Absicht ist es, das ganze Projekt möglichst kostengünstig und mit Recyclingprodukten zu realisieren. Um dennoch auftretende Kosten abzudecken, gibt es ein gewisses Budget. „Wir haben uns mit dem Projekt beim Campusweltbewerb beworben und eine Förderung zugesagt bekommen“, erzählt Wolf. Viel Unterstützung habe man außerdem von Moritz Bellers bekommen. Er ist am Institut für Landschaftsplanung und Ökologie tätig und hat die Studierenden bei der Auswahl der Pflanzen unterstützt. Zwischen den zunächst zehn Hochbeeten sollen Bänke stehen, die die Studenten ebenfalls selbst bauen. „Damit man sich dort gemütlich hinsetzen kann“, sagt Wolf. „Wir wollen aus einem bislang ungenutzten Bereich eine schöne Aufenthaltsfläche machen.“

Mehr Info: www.greening-stuttgart.de

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