Griechenland schließt Grenze zur Türkei Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

Von red/dpa 

Nachdem mehrere Flüchtlinge versucht haben, einen Grenzübergang nach Griechenland zu überqueren, hat die griechische Polizei Pfefferspray und Tränengas eingesetzt. Der Übergang wurde vorübergehend geschlossen.

Flüchtlinge warten im Niemandsland zwischen den Grenzen der Türkei und Griechenland. Foto: AP/Ergin Yildiz
Flüchtlinge warten im Niemandsland zwischen den Grenzen der Türkei und Griechenland. Foto: AP/Ergin Yildiz

Athen - Griechenland hat am Freitag den Grenzübergang zur Türkei bei Kastanies/Pazarkule geschlossen, damit keine Migranten dort illegal einreisen können. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT). Zuvor hatten sich nach Gerüchten über eine Öffnung der türkischen Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa Hunderte Migranten an diesem Übergang am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) versammelt. Als einige Migranten über die Grenze zu kommen versuchten, setzte die Polizei Pfefferspray und Tränengas ein, wie das Staatsfernsehen berichtete. 

Wie lange die Schließung dauern werde, sei unklar, berichtete das Staatsfernsehen Griechenlands. Reporter vor Ort berichteten, auf der griechischen Seite habe die Regierung zahlreiche Polizisten und Grenzschutzbeamte sowie Soldaten zusammengezogen.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonisch über das Vorgehen an der Grenze zur Türkei informiert. Dies teilte das Büro des Regierungschefs in Athen mit. Einzelheiten wurden nicht bekannt.