Grillen International Es darf deftig sein

Von ib 

In unserer Serie stellen Menschen aus aller Welt Grillrezepte vor. Stanko Tomic aus Kroatien grillt Cevapcici.

Stanko Tomic Foto: Isabelle Butschek
Stanko Tomic Foto: Isabelle Butschek

Stuttgart-Stammheim - Ohne Grill geht’s nicht in Kroatien. Cevapcici, Zagrebschnitzel, Rinderleber: Es gibt kaum eine Spezialität, die nicht vom Rost kommt. „Das gibt einfach einen ganz anderen Geschmack“, sagt Stanko Tomic, Pächter der Vereinsgaststätte des TV Stammheim. Deswegen legt er auch den schwäbischen Klassiker, den Zwiebelrostbraten, am liebsten auf den Grill. Leider hat er in seinem Lokal keinen Platz für einen richtigen Kohlegrill – die Platte über dem Gasherd muss reichen. Aber in seinem Garten schwingt er ganz gerne und oft die Grillzange. „Da kommen dann Würstel oder Schweinehals drauf.“ In seinem Heimatland gehört der Kohlegrill übrigens auch zur Standardausrüstung: „Da hat jeder einen großen vor dem Haus stehen.“

Rappelvoll wird es auf dem Rost, wenn zu Familienfesten schon mal 20 bis 30 Leute kommen. An der Küste wird dann auch gerne Fisch gegrillt, ansonsten Fleisch in Hülle und Fülle. Gewürzt wird übrigens gerne mit Vegeta – der Gewürzmischung, die 1959 in Kroatien erfunden wurde. Zu den Grillspezialitäten gibt’s den berühmten Djuvec-Reis. „Dafür wird Zwiebel, Aubergine, Paprika und Tomate klein geschnitten, angebraten und dann mit halb gekochtem Reis gemischt und fertig gekocht“, erklärt Tomic. Eine andere beliebte Beilage sind Kartoffeln – in Scheiben geschnitten und auf dem Grill geröstet. Serviert wird das Ganze mit Ajvar, dem Paprikamus, und rohen Zwiebeln. Schön deftig also? Stanko Tomic nickt und lacht.

Cevapcici:

Zutaten für vier Personen: Ein Kilo gemischtes Hackfleisch aus Schwein, Rind und am besten etwas Lamm, Vegeta-Gewürzmischung sowie eine fein geschnittene Knoblauchzehe.

Zubereitung: Das Hackfleisch mit den anderen Zutaten verkneten und aus der Masse etwa acht Zentimeter lange Röllchen formen. Ist der Grill richtig schön heiß, sollten die Cevapcici etwa fünf Minuten drauf liegen. Richtig gelungen sind die Röllchen, wenn sie auf jeder Seite braun sind – aber nicht verbrannt. Serviert werden Cevapcici mit rohen Zwiebeln, Ajvar und Djuvec-Reis.

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