Grillplatztest im Fasanengarten Ein großer Platz mitten im Grünen

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Wir testen öffentliche Grillplätze und stellen sie in einer Serie vor. Heute: der Fasanengarten.

Idylle gib Foto: Chris Lederer
Idylle gib Foto: Chris Lederer

Stuttgart-Weilimdorf - Es hat alles seinen Preis. Um an den schön gelegenen Grillplatz im Fasanengarten zu gelangen, muss man schon ein ordentliches Stück laufen. Parkplätze sind Mangelware. In den Wald selbst darf man nicht mit dem Auto fahren. Drumherum wird’s knapp mit Parken. Wer sein Grillzeug in einen Rucksack packt, der kommt am besten mit dem Fahrrad. Richtig steile Anstiege gibt es auf dem Weg in das Weilimdorfer Wäldchen nämlich nicht.

Acht Wege führen zum unter Denkmalschutz stehenden Jagdpavillon aus dem Jahre 1818. Ein Zugang geht von der Gerlinger Straße ab, ein anderer ist die Verlängerung der Rennstraße, die von der Stadtbahnhaltestelle Löwen-Markt wegführt (etwa einen Kilometer entfernt). Wer den Jagdpavillon erreicht, der muss nur noch hundert Meter weiter gehen, dann öffnet sich der Weg zu einer großen Wiese hin, auf der sich die beiden Grillstellen befinden. Jede der beiden Feuerstellen besitzt drei höhenverstellbare Roste und einen Rauchfang. Die Grills sind intakt und funktional – allerdings auch in häufigem Gebrauch. Entsprechend sehen die Roste aus. Mit Alufolie oder Grillschalen lässt sich vermeiden, dass man die Überbleibsel des Vorgängers mitverspeist. Das gilt aber für alle öffentlichen Grillplätze.

Nicht zu verachten ist der zusätzliche Spielplatz für Kinder

Insgesamt stehen auf dem Platz vier Holztische und je zwei Bänke, allerdings ist er an Wochenenden gut besucht, sodass man sich sicherheitshalber eine Picknickdecke mitbringen sollte. Darin besteht nämlich ein großer Vorteil des Standorts; die Wiese um den Grillplatz. Sie ist relativ eben und fast so groß wie zwei Fußballfelder. Im Schatten der wenigen großen Bäume lässt es sich prima sitzen. Es gibt aber noch genug freie Fläche, um Ball zu spielen. „Einmal im Jahr findet hier ein angemeldetes Volleyball-Freizeitturnier statt“, sagt Revierförster Dieter Hagenmüller.

Nicht zu verachten ist der zusätzliche Spielplatz für Kinder, der auf der anderen Seite der Wiese steht. Es gibt zwei Schaukeln für Kleinkinder, drei für die größeren. Außerdem eine Holzwippe, eine Balancierstrecke mit Baumstämmen, eine zwei Meter breite Rutsche (allerdings ist die Rutschfläche aus Metall und im Sommer möglicherweise heiß), und eine ordentliche Kletterburg mit Turm und Stangen.

Hilfreich bei unerwartetem Regen ist ein hölzerner Unterstand, der an die Wiese grenzt. Der Wetterschutz ist ein Relikt aus Trimm-dich-Zeiten; zwar gibt es dort kein Sportgerät mehr für Übungen, aber ein trockenes Plätzchen, wenn es schüttet.

Ideal für Familien mit Kindern

Ein erwähnenswertes Gerät befindet sich unmittelbar an der Grillstelle. Es besteht aus zwei Baumstämmen, die wie ein umgekehrtes „V“ im Boden versenkt und durch zwei angeschliffene Metallblätter verbunden sind. Dazwischen passen Äste durch, die man – der Hebelwirkung sei Dank – zerkleinern oder von Laubwerk befreien kann. Allerdings, das betont Förster Hagenmüller, dürfe man hierfür nur Hölzer verwenden, die bereits auf dem Waldboden liegen. Anders machen es Naturfreunde ja ohnehin nicht.

Fazit: Der Grillplatz im Fasanengarten ist groß und schön. Ideal für Familien mit Kindern, die gerne laufen oder die man gut im Kinderwagen mitnehmen kann. Leider ist er nicht ohne weiteres zu erreichen – dafür schmeckt die Wurst dann um so besser.

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