Große Ferien für alle Letzter Schultag auch in Baden-Württemberg

Von red/dpa 

Für die Schüler in Baden-Württemberg beginnen die Ferien. Ein paar Tage lang haben dann alle Schüler bundesweit frei. Die großen Ferien sind für viele in diesem Jahr anders als sonst. Und das kommende Schuljahr wird es wohl auch.

Bayern und Baden-Württemberg sind traditionell die Länder mit dem spätesten Ferienbeginn. Foto: dpa/Marijan Murat
Bayern und Baden-Württemberg sind traditionell die Länder mit dem spätesten Ferienbeginn. Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr sind Baden-Württembergs Schüler bundesweit die letzten, für die nach Schulschluss an diesem Mittwoch die Sommerferien beginnen. Ein paar Tage lang ist dann ganz Deutschland in den großen Ferien - bis in Mecklenburg-Vorpommern das neue Schuljahr am 3. August wieder startet.

Der ADAC rechnet dennoch nicht mit großen Staus auf den Autobahnen wie in den Vorjahren. «In diesem Jahr bleiben die Leute zu Hause», sagte ein Sprecher des ADAC. «Viel Verkehr wird es trotzdem geben, wenn alle Schulen zu sind.» Betroffen seien aber eher Landstraßen und Zufahrten zu Erholungsgebieten, nicht die Autobahnen. Viele Menschen machten Urlaub in der Heimat und würden an Seen fahren oder Städtetouren unternehmen. «Es gibt keine klassischen Reisetage, da die Leute in diesem Sommer eher Tagesausflüge machen.»

Regulären Schulbetrieb nach den Sommerferien

Bayern und Baden-Württemberg sind traditionell die Länder mit dem spätesten Ferienbeginn. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im vergangenen Jahr zufolge war eine Mehrheit von 53 Prozent gegen einen Einheitstermin. Knapp jeder dritte Bundesbürger fände es demnach besser, wenn es gemeinsame Sommerferien für ganz Deutschland gäbe.

Nach den Sommerferien wollen die Länder dann mit einem regulären Schulbetrieb starten. In vielen Ländern dürfen sich Lehrer kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. In Brandenburg soll für Lehrer eine Maskenpflicht gelten. Mehrere Länder planen feste Lerngruppen und Trennungen nach Jahrgangsstufen. Bayern sucht derweil nach 800 Menschen mit Hochschulabschluss, die Lehrer, die zur Risikogruppe gehören und nicht an die Schule dürfen, unterstützen können.

Der Deutsche Lehrerverband zweifelt indes, ob die Schulen für den Regelbetrieb ausreichend vorbereitet sind. Der Bundeselternrat rechnet mit erneuten Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie.

Die Bundesärztekammer hält eine Rückkehr der Schulen zum normalen Betrieb im neuen Schuljahr für sinnvoll. Bei niedrigen Infektionszahlen hielte er es für verantwortungslos, Schulen geschlossen zu halten, sagte Präsident Klaus Reinhardt.

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