Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte am Dienstagmittag zum Leonberger Johannes-Kepler-Gymnasium. Dort wurde Pfefferspray versprüht. Jetzt sind Einzelheiten bekannt.
Ein Streit zwischen einer Schülerin und einem Schüler war laut Polizei der Ausgangspunkt für einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften am Dienstagmittag in Leonberg. Am Johannes-Kepler-Gymnasium (JKG) in der Lindenstraße seien die beiden Jugendlichen offenbar aneinander geraten, sie hätten sich auch gegenseitig geschlagen. Schließlich gipfelte die Auseinandersetzung den Angaben zufolge darin, dass der Schüler einen Reizstoff – mutmaßlich Pfefferspray – versprühte. Das hatte erhebliche Folgen.
JKG in Leonberg: 18 Schülerinnen und Schüler sowie vier Erwachsene werden leicht verletzt
Wie die Polizei berichtet, befanden sich gegen 14 Uhr insgesamt 143 Personen, darunter Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal, im Schulgebäude. Als der Schüler den Reizstoff im Eingangsbereich versprüht hatte, mussten alle das Gebäude verlassen. 18 Schülerinnen und Schüler sowie vier Erwachsene erlitten laut Polizei leichte Verletzungen wie Atemwegsreizungen und Übelkeit. Sie wurden vom Rettungsdienst behandelt. Weiterführende Behandlungen im Krankenhaus seien nicht notwendig gewesen.
Die übrigen nicht verletzten Personen wurden bis gegen 15.30 Uhr in der benachbarten Georgii-Halle betreut, die Situation vor Ort beschrieben Augenzeugen als ruhig. Alle Eltern wurden über den Sachverhalt informiert. Die Schülerinnen und Schüler wurden im weiteren Verlauf abgeholt oder traten ihren Heimweg selbstständig an.
Das von der Feuerwehr überprüfte und belüftete Schulgebäude wurde zum gleichen Zeitpunkt wieder freigegeben. Unter anderem befanden sich auch der Leonberger Oberbürgermeister Tobias Degode und ein Mitarbeiter des Bevölkerungsschutzes vor Ort.